Bad Leaver nach Kündigung: EMI, RSUs und unvestete Aktien

Dieser Artikel hilft Ihnen, wenn:

  • eine Kündigung das Label „Bad Leaver“ ausgelöst hat;

  • vestete Optionen, RSUs oder Gründeraktien verfallen;

  • ein Vergleichsangebot Anteile ohne konkrete Fristen verspricht.

„Good Leaver“ und „Bad Leaver“ sind vertragliche Begriffe.
Es sind keine universellen Definitionen.
Ein Plan wertet erst Betrug als Bad Leaver.
Ein anderer jede Kündigung.
Oft gelten je nach Dokument andere Regeln.

Jedes Recht einzeln prüfen

Sprechen Sie nicht pauschal von „meinen Anteilen“.
Erstellen Sie eine genaue Übersicht:

Instrument

Relevantes Dokument

Frage beim Austritt

EMI oder unapproved Option

Planregeln und Vereinbarung

Verfällt sie oder bleibt sie ausübbar?

RSU oder LTIP-Award

Award-Bedingungen und Plan

Ist das Vesting zeit- oder exitbasiert?

Echte Aktien

Satzung und Gesellschaftervertrag

Gibt es eine Übertragungspflicht und zu welchem Wert?

Aufgeschobenes Cash (aktienbasiert)

Vergütungsbedingungen

Gilt es steuerlich als Cash oder Wertpapier?

Sammeln Sie Anstellungsvertrag, Kündigung, Cap Table und Protokolle.
Erfassen Sie Zuteilungsdatum, Ausübungspreis, Vesting und Leaver-Regeln.
Notieren Sie Fristen, Bewertungsmethode und Steuerstatus.

Caira hilft Ihnen, Planregeln, Verträge und das Cap Table hochzuladen.
Die Software zeigt widersprüchliche Definitionen und fehlende Daten auf.

EMI schützt nicht vor Bad-Leaver-Status

EMI ist ein steuerlich gefördertes Optionsmodell.
Es sichert Optionen bei Kündigung nicht ab.
Die GOV.UK EMI-Übersicht erklärt die Steuerregeln.
Der Vertrag bestimmt das Leaver-Ergebnis.
HMRC-Richtlinien erlauben Ermessensspielräume des Boards.
Das beweist aber nicht, dass das Board seine Macht korrekt genutzt hat.

Ein CTO hält 40.000 EMI-Optionen, die Hälfte ist gevestet.
Betriebsbedingte Kündigung gilt als Good Leaver.
Der Plan erlaubt aber nur 90 Tage für die Ausübung.
Ohne schnelle Zahlung verfällt das Recht trotz des guten Labels.

Ein Gründer-MD hält Growth Shares und separate Optionen.
Die Kündigung erzwingt den Aktien-Transfer laut Gesellschaftervertrag.
Die Optionen verfallen jedoch laut Planregeln.
Es gelten völlig andere Prozesse und Werte.

Ein Manager kündigt nach Ankündigung eines Verkaufs, aber vor Vollzug.
Ein Exit-Award ist womöglich noch nicht ausübbar.
Das Ergebnis hängt vom Exit-Datum und der Abfindung ab.

Entscheidung und Wert prüfen

Im Fall Dixon v GlobalData plc prüfte der High Court interne Berichte.
Eine wichtige Warnung:
Sichern Sie schriftliche Zusagen und den Admin-Tracker genau.
E-Mails stechen Verträge nicht immer aus.

Dokumentieren Sie Beschlüsse über den Leaver-Status penibel.
Prüfen Sie Board-Protokolle, Quorum und Interessenkonflikte.
Vergleichen Sie bei billigem Rückkauf die Pflichten nach Sec. 170–177 Companies Act 2006.
Klagen wegen Benachteiligung schützen nur bei unfairem Verhalten der Firma.

Der Wert privater Firmen ist nicht einfach Preis mal Anteil.
Schulden, Liquidationspräferenzen und Abschläge ändern alles.
Caira übersetzt die Dokumente in klares Deutsch.
Caira hilft Ihnen, präzise Fragen zu Fristen und Bewertung zu stellen.

Ein Vergleich sollte jeden Grant, Status, Frist und Preis nennen.
Die Klausel „Equity wird laut Plan geregelt“ löst meist keine Probleme.

Häufige Fragen

Besitze ich mit gevesteten Optionen bereits Aktien?

Meistens nein. Eine gevestete Option ist nur ein Recht zum Kauf.
Das Eigentum entsteht erst nach Ausübung und Übertragung der Aktien.

Kann das Companies House meine Optionen bestätigen?

Nein. Die öffentlichen Register enthalten kein Optionsregister oder Cap Table.

Kann das Board nachträglich neue Bad-Leaver-Gründe erfinden?

Nicht einfach durch ein neues Label.
Prüfen Sie den Plan, Ermessensgrenzen und nötige Zustimmungen.

Caira bietet einen 14-tägigen Test, danach Abos ab ca. 15 £ im Monat.

Dieser Artikel ist keine Rechts-, Finanz- oder Steuerberatung.

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