Digitale Nachlässe – von Social-Media-Profilen über Krypto bis hin zum Online-Banking – sind heute wichtiger Teil vieler Erbe. Ohne Planung können diese Vermögenswerte für immer verloren gehen.
Das Recht in England und Wales hinkt der digitalen Welt noch hinterher. Handeln Sie daher proaktiv, um Ihr digitales Erbe zu schützen.
Was sind digitale Assets?
Digitale Assets umfassen viele Online-Güter. Dazu gehören Social-Media-Konten (Facebook, Instagram, LinkedIn), Finanzkonten (Online-Banking, PayPal, Krypto-Wallets) sowie digitale Medien wie Fotos, Videos und E-Books.
Auch Domains, Online-Unternehmen und Treuepunkte zählen dazu. Einige Werte wie Krypto haben hohen finanziellen Wert. Andere, wie Fotos, sind ideell unersetzlich.
Rechtliche Hürden
Die Verwaltung digitaler Daten nach dem Tod ist oft schwer. Viele Plattformen verbieten die Weitergabe von Logins in ihren AGB. Das sperrt Erben und Testamentsvollstrecker aus.
Passwörter, 2FA und Verschlüsselung erschweren den Zugriff. Zudem sind Eigentumsrechte an digitalen Inhalten oft unklar.
Meist kauft man nur eine Nutzlizenz, kein echtes Eigentum. Auch die Bewertung für den Erbschein ist oft komplex, besonders bei Krypto oder Domains.
Strategien zur Planung
Erstellen Sie zuerst eine Liste aller digitalen Konten.
Erfassen Sie Kontonamen, URLs und Beschreibungen.
Speichern Sie Passwörter sicher – niemals direkt im Testament, da dieses nach dem Erbschein öffentlich wird.
Nutzen Sie stattdessen Passwort-Manager und informieren Sie Ihren Vollstrecker über den Zugang.
Ihr Testament sollte digitale Klauseln enthalten. Regeln Sie genau, wer welchen Wert verwalten oder erben soll.
Nutzen Sie ggf. einen technikaffinen digitalen Testamentsvollstrecker.
Prüfen Sie zudem die Richtlinien der einzelnen Plattformen für den Todesfall.
Praktische Schritte
Erstellen Sie eine detaillierte Liste aller digitalen Konten.
Sichern Sie Zugangsdaten via Passwort-Manager oder Tresor.
Benennen Sie einen technikaffinen digitalen Nachlassverwalter.
Halten Sie die Liste bei neuen Accounts stets aktuell.
Prüfen Sie die AGB der Plattformen auf Sonderregeln im Todesfall.
Plattform-Spezifische Planung
Manche Dienste bieten Tools für den Nachlass an.
Facebook erlaubt Gedenkzustände oder Löschung via Nachlasskontakt.
Google löscht Daten nach Inaktivität oder gibt sie frei.
Apple bietet einen Nachlasskontakt für den Datenzugriff.
Bei Krypto ist die sichere Verwahrung der Private Keys essenziell. Ohne sie ist das Guthaben für immer verloren.
Rechtliche Dokumente
Integrieren Sie klare digitale Klauseln im Testament.
Bei komplexen Assets kann eine Treuhand-Lösung (Trust) helfen.
Erwägen Sie zudem eine Vorsorgevollmacht für digitale Belange zu Lebzeiten.
Häufige Fehler vermeiden
Die Bestandsliste wird nach Passwortänderungen nicht aktualisiert.
AGB werden ignoriert – manche Konten sind trotz Testament unübertragbar.
Finanzielle Werte wie Krypto oder Online-Shops werden übersehen.
Der Vollstrecker weiß nicht, wie er an die Passwörter gelangt.
Fazit
Die digitale Nachlassplanung gehört heute einfach dazu. So sichern Sie Ihre Werte und schützen Ihre Familie in einer schweren Zeit vor unnötigem Stress.
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Disclaimer: Dieser Blogbeitrag dient nur der Information und ist keine Rechtsberatung. Ergebnisse hängen von Ihren persönlichen Umständen ab.
Mehr Details finden Sie hier: Digitaler Nachlass: Was passiert mit Online-Konten.
Auch nützlich: Checkliste Nachlassplanung: Wichtige Dokumente für UK.
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