Wenn Sie jemals den Bildungs-, Gesundheits- und Pflegeplan (EHCP) Ihres Kindes mit dem einer anderen Familie verglichen haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass es deutliche Unterschiede gibt. Die Realität ist, dass die Unterstützung, die Kinder erhalten, je nach Wohnort dramatisch variieren kann – ein Phänomen, das oft als „Postleitzahlen-Lotterie“ bezeichnet wird. Diese fehlende Standardisierung bei EHCP-Formaten, Finanzierung und Leistungen in den örtlichen Behörden ist für viele Familien eine Quelle von Frustration und Verwirrung. Hier erfahren Sie, wie Sie diese Unstimmigkeiten erkennen, was Sie dagegen tun können und warum es so wichtig ist, Ihre Rechte zu kennen.
Der Mangel an Standardisierung: Warum passiert das?
Trotz nationaler Gesetze und Vorgaben verfügen örtliche Behörden darüber, wie sie EHCPs verfassen, Mittel zuweisen und Unterstützung leisten, über erheblichen Ermessensspielraum. Ihre Unterlagen zeigen, dass einige Kommunen ausführliche, detaillierte Pläne verwenden, während andere knapp und vage sind. Finanzierungsstufen für ähnliche Bedarfe können sich um Tausende von Pfund unterscheiden. Selbst die Sprache zur Beschreibung von Bedarf und Leistungen kann uneinheitlich sein, was es erschwert, Pläne zwischen Regionen zu vergleichen oder zu übertragen.
Diese Unterschiede sind teilweise auf unterschiedliche lokale Budgets, Vorgaben und sogar die Lebenshaltungskosten zurückzuführen. So weisen Londoner Bezirke oft pro Kind mehr Mittel zu als Behörden anderswo. Das führt jedoch nicht immer zu besserer oder einheitlicherer Unterstützung.
Auf Lücken oder vage Formulierungen im EHCP Ihres Kindes achten
Ein häufiger Stolperstein sind vage oder allgemeine Formulierungen in EHCPs. Sätze wie „Zugang zu Unterstützung bei Bedarf“ oder „regelmäßiger Einsatz eines Teaching Assistants“ lassen Raum für Interpretation und sind schwer durchzusetzen. Fehlt es dem Plan Ihres Kindes an Details, fragen Sie nach den Einzelheiten:
Welche Art von Unterstützung wird bereitgestellt?
Wer wird sie leisten und welche Qualifikationen haben die Personen?
Wie viele Stunden pro Woche und in welchem Rahmen?
Wie wird der Fortschritt gemessen?
Wenn Abschnitte leer bleiben – insbesondere im Bereich Gesundheit oder Sozialpflege – fragen Sie nach dem Grund und beantragen Sie eine Überprüfung, wenn Sie glauben, dass Bedarfe übersehen wurden. Der SEND Code of Practice verlangt, dass die Leistungen „detailliert und spezifisch“ sind, also scheuen Sie sich nicht, auf Klarheit zu bestehen.
Was zu tun ist, wenn die Finanzierung oder Unterstützung Ihres Kindes geringer erscheint als in anderen Regionen
Es ist verständlich, frustriert zu sein, wenn Sie feststellen, dass Kinder mit ähnlichen Bedarfen in anderen Landkreisen mehr Unterstützung oder höhere Mittel erhalten. Zwar haben örtliche Behörden einen gewissen Spielraum, sie müssen jedoch trotzdem die festgestellten Bedarfe Ihres Kindes decken. Wenn Sie glauben, dass die Leistungen für Ihr Kind unzureichend sind:
Sammeln Sie Belege dafür, was anderswo bereitgestellt wird (anonymisierte EHCPs, veröffentlichte Finanzierungsstufen oder Fallbeispiele).
Bitten Sie Ihre örtliche Behörde, die Gründe für die Finanzierung und Unterstützung Ihres Kindes zu erläutern.
Wenn Sie nicht zufrieden sind, beantragen Sie eine Überprüfung oder erwägen Sie, den Inhalt des Plans anzufechten.
Denken Sie daran: Das Gesetz verlangt, dass die Leistungen im EHCP auf dem Bedarf und nicht auf lokalen Ressourcen basieren.
Der Wechsel zwischen örtlichen Behörden: EHCPs übertragen und Kontinuität sichern
Ein Umzug kann einschüchternd sein, wenn Ihr Kind einen EHCP hat. Nach dem Gesetz muss die neue örtliche Behörde den bestehenden Plan unmittelbar nach Ihrem Umzug übernehmen. Innerhalb von sechs Wochen muss sie den EHCP überprüfen und entscheiden, ob er unverändert bleibt, geändert wird oder eine neue Begutachtung durchgeführt wird.
So sichern Sie die Kontinuität:
Informieren Sie beide Behörden so früh wie möglich über Ihren Umzug.
Bewahren Sie Kopien aller EHCP-Dokumente, Berichte und des Schriftverkehrs auf.
Nehmen Sie am Überprüfungstermin teil und heben Sie etwaige Unterschiede bei der lokalen Leistungserbringung oder Finanzierung hervor.
Wenn die neue Behörde Änderungen vorschlägt, mit denen Sie nicht einverstanden sind, haben Sie das Recht, diese anzufechten.
Ihre Rechte nach dem Children and Families Act 2014 und dem SEND Code of Practice verstehen
Der Children and Families Act 2014 und der SEND Code of Practice legen die Rechte Ihres Kindes auf Begutachtung, Unterstützung und Überprüfung fest. Diese Gesetze verlangen, dass EHCPs auf dem individuellen Bedarf basieren und nicht auf lokaler Politik oder dem Budget. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Rechte Ihres Kindes ignoriert werden, können Sie:
eine Überprüfung oder erneute Begutachtung beantragen.
das Beschwerdeverfahren der örtlichen Behörde nutzen.
gegebenenfalls beim SEND Tribunal Berufung einlegen.
Gut informiert und bestimmt aufzutreten ist Ihre beste Verteidigung gegen die Postleitzahlen-Lotterie. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen, vage oder unzureichende Leistungen anzufechten und in jeder Phase Klarheit einzufordern.
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Haftungsausschluss: Dieser Blogbeitrag bietet allgemeine Informationen ausschließlich zu Bildungszwecken. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Ergebnisse können je nach Ihren persönlichen Umständen unterschiedlich ausfallen.
Wenn Sie mehr Details benötigen, kann unser EHCP-Anfechtung: Leitfaden fürs Tribunal helfen.
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