Kurzantwort:
Eine Non-Molestation Order (NMO) ist eine gerichtliche Anordnung, die Sie oder ein Kind vor Belästigung, Drohungen, Einschüchterung oder Gewalt durch eine Person schützt, mit der Sie verbunden sind – etwa einen Partner, Ex-Partner oder ein Familienmitglied. Sie verbietet in der Regel direkten und indirekten Kontakt und kann Abstands- oder ortsbezogene Beschränkungen festlegen. Sie beantragen sie mit dem Formular FL401, zusammen mit einer kurzen Zeugenaussage und allen unterstützenden Beweismitteln. Wenn Sie unmittelbar gefährdet sind, können Sie eine Eilanordnung beantragen, ohne dass die andere Person vorher informiert wird.
Hinweis: Allgemeine Informationen für England & Wales. Keine Rechtsberatung. Wenn Sie in Gefahr sind, rufen Sie 999 an.
Beispielhafte Verbote (wie das Gericht sie formulieren könnte)
Hier sind einige typische Klauseln, die das Gericht verwendet. Die genaue Formulierung hängt von Ihrer Situation und der Entscheidung des Richters ab:
Kontakt:
„Der Antragsgegner darf gegen den Antragsteller keine Gewalt anwenden oder damit drohen und auch niemanden dazu anstiften.“
„Der Antragsgegner darf den Antragsteller weder direkt noch indirekt kontaktieren, weder per Telefon, SMS, E-Mail, soziale Medien noch auf andere Weise.“Nähe und Annäherung:
„Der Antragsgegner darf sich dem Wohnort oder Arbeitsplatz des Antragstellers nicht auf weniger als 100 Meter nähern.“
„Der Antragsgegner darf sich dem Antragsteller in der Öffentlichkeit nicht nähern, außer bei gerichtlich angeordneten Übergaben der Kinder.“Kommunikation über Dritte/online:
„Der Antragsgegner darf niemanden veranlassen oder erlauben, den Antragsteller in seinem Namen zu kontaktieren, auch nicht über soziale Medien.“
„Der Antragsgegner darf keine privaten Informationen oder Bilder über den Antragsteller veröffentlichen oder damit drohen, sie zu veröffentlichen.“Arbeitsplatz/Bildung:
„Der Antragsgegner darf den Arbeitgeber oder Kollegen des Antragstellers nur über einen Rechtsvertreter kontaktieren.“
„Der Antragsgegner darf sich Schulen, Kindergärten oder der Tagespflegeperson der Kinder nicht auf weniger als 100 Meter nähern, außer bei vorher vereinbarten Übergaben.“Eigentum:
„Der Antragsgegner darf das Eigentum des Antragstellers nicht beschädigen, nicht versuchen, es zu beschädigen, und auch nicht damit drohen, es zu beschädigen.“
NMOs enthalten in der Regel einen Strafvermerk. Ein Verstoß gegen die Anordnung ist eine Straftat. Führen Sie immer eine Kopie der zugestellten Anordnung bei sich und geben Sie sie Ihrer örtlichen Polizei.
Warum NMOs wichtig sind
Non-Molestation Orders sind ein wichtiges Mittel für alle, die von einer nahestehenden Person belästigt oder misshandelt werden. Sie bieten schnellen, gerichtlich abgesicherten Schutz, und ein Verstoß gegen eine NMO ist eine Straftat – das heißt, die Polizei kann die Person ohne Haftbefehl festnehmen, wenn sie gegen die Anordnung verstößt. Die Bedingungen können an Ihre Situation angepasst werden und gelten in der Regel 6–12 Monate, können aber bei Bedarf verlängert werden. Eine klare, präzise Formulierung hilft Polizei und Gerichten, die Anordnung schnell und wirksam durchzusetzen.
Wenn Sie zum Beispiel befürchten, dass ein Ex-Partner bei Ihnen zu Hause auftaucht oder bedrohliche Nachrichten schickt, kann eine NMO genau festlegen, was er nicht tun darf. Das gibt Ihnen rechtlichen Schutz und Sicherheit, weil Sie wissen, dass ein Verstoß echte Konsequenzen hat.
Häufige Fehler und Versäumnisse
Viele machen bei einem Antrag auf eine NMO ähnliche Fehler, wodurch die Anordnung schwerer durchzusetzen ist oder sogar abgelehnt werden kann. Hier sind einige der häufigsten Stolperfallen:
Unklare Formulierungen: Phrasen wie „keine Belästigung“ ohne Auflistung konkreter Verhaltensweisen machen es der Polizei schwer zu handeln. Formulieren Sie stattdessen genau, was unterbunden werden soll – etwa „keine Anrufe“, „nicht an meinem Arbeitsplatz auftauchen“ oder „keine Nachrichten über Freunde“.
Indirekte Kontaktwege vergessen: Es wird leicht vergessen, Verbote für Kontakt über Dritte, soziale Medien oder Annäherungen am Arbeitsplatz aufzunehmen. Wenn Sie nur direkten Kontakt verbieten, kann die Person Ihnen weiterhin über andere Nachrichten zukommen lassen.
Kein Beweispaket: Wenn Anrufprotokolle, Screenshots, Fotos, Arztnotizen oder Polizeivorgangsnummern fehlen, kann das Ihren Fall schwächen. Das Gericht muss sehen, was passiert ist.
Zu weit gefasste Ortsverbote: Ein Verbot für eine ganze Stadt wird selten gewährt. Das Gericht bevorzugt klare, verhältnismäßige Grenzen – etwa einen Radius von 100 Metern um Ihr Zuhause, Ihren Arbeitsplatz oder die Schule Ihres Kindes.
Keine Regelung für Kinderübergaben: Wenn Sie gemeinsame Kinder haben, kann das Auslassen sicherer Übergaberegelungen zu Verwirrung oder späteren Konflikten führen.
Top-Tipps für einen starken Antrag
Seien Sie konkret: Listen Sie die genauen Verhaltensweisen auf, die unterbunden werden sollen – bedrohliche Nachrichten, Auftauchen bei Ihnen zu Hause, Kontaktaufnahme mit Ihrem Arbeitgeber, Markieren Sie online oder das Senden von Geschenken.
Bleiben Sie verhältnismäßig: Richter bevorzugen Bedingungen, die dem Risiko entsprechen. Zum Beispiel ein Verbot, sich Ihrem Zuhause und Arbeitsplatz auf 100 Meter zu nähern, sowie kein direkter oder indirekter Kontakt.
Beweise sind entscheidend: Fügen Sie Screenshots, Fotos von Verletzungen oder Schäden, Anrufprotokolle, polizeiliche Vorgangsnummern sowie Schreiben von Hausarzt oder Krankenhaus bei. Je mehr Details, desto besser.
Denken Sie an Übergaben: Wenn es eine Anordnung zum Umgang mit dem Kind gibt, schlagen Sie beaufsichtigte Übergaben oder Übergaben über Dritte vor, um unbeabsichtigte Verstöße zu vermeiden.
Prüfen Sie eine Occupation Order: Wenn Sie möchten, dass die andere Person Ihr Zuhause verlässt, ist eine Occupation Order ein separates Verfahren mit einem anderen rechtlichen Prüfmaßstab.

Schritt für Schritt: Antrag stellen
1. Beweise sammeln
Beginnen Sie damit, eine Chronologie der Vorfälle zusammenzustellen – Daten, Uhrzeiten und Orte. Speichern Sie Nachrichten, E-Mails, Beiträge in sozialen Medien, Anrufprotokolle, Sprachnachrichten und Fotos von Verletzungen oder Sachschäden. Auch polizeiliche Vorgangsnummern sowie Notizen vom Hausarzt oder Krankenhaus sind hilfreich.
2. Formular FL401 ausfüllen (und C8, wenn Sie Vertraulichkeit benötigen)
Im Formular FL401 geben Sie an, vor wem Sie Schutz benötigen und welche Anordnungen Sie beantragen. Verfassen Sie eine separate Zeugenaussage, in der Sie die wichtigsten Vorfälle und Ihre Gefährdung schildern. Wenn Ihre Adresse privat bleiben soll, füllen Sie das Formular C8 aus.
3. Bei Bedarf eine Eilanordnung beantragen
Wenn Sie oder ein Kind unmittelbar gefährdet sind, können Sie eine „without notice“-Anordnung beantragen. Erklären Sie, warum es nicht sicher ist, die andere Person vorher zu warnen.
4. Einreichen und vor Gericht erscheinen
Sie können Ihren Antrag online oder bei Ihrem örtlichen Familiengericht einreichen. In dringenden Fällen kann ein Richter Sie noch am selben Tag anhören. Wenn eine einstweilige Anordnung erlassen wird, wird der Antragsgegner zugestellt und ein Rückkehrtermin angesetzt.
5. Zustellung und Rückkehrtermin
Die Anordnung muss persönlich zugestellt werden – oft durch einen Zustellungsbeamten. Bringen Sie den Zustellungsnachweis zum Rückkehrtermin mit. In dieser Anhörung entscheidet das Gericht, ob die Anordnung fortgeführt, geändert oder beendet wird. Manchmal bietet die andere Person eine „undertaking“ an (ein förmliches Versprechen gegenüber dem Gericht), doch das wird bei behaupteter Gewalt nicht akzeptiert.
Welche Unterlagen Sie beifügen sollten
Antragsformular FL401 und Ihre Zeugenaussage (mit klarer Chronologie und den wichtigsten Vorfällen).
Anlagen: Screenshots, Anrufprotokolle, polizeiliche Vorgangsnummern, Schreiben von Hausarzt oder Krankenhaus und Fotos.
Formular C8, wenn Ihre Adresse vertraulich bleiben soll.
Zustellungsnachweis (nach Zustellung der Anordnung). Eine eidesstattliche Erklärung des Zustellungsbeamten kann hilfreich sein.
Praxisbeispiele
Beispiel 1 – Hartnäckige Nachrichten und Belästigung am Arbeitsplatz
Priyas Ex schickt täglich Dutzende Nachrichten und taucht vor ihrer Arbeit auf. Sie reicht FL401 mit einer Erklärung und Screenshots ein, beantragt eine einstweilige Anordnung ohne vorherige Anhörung und schlägt Klauseln vor, die direkten/indirekten Kontakt sowie einen 100-Meter-Radius um den Arbeitsplatz verbieten. Das Gericht erlässt eine einstweilige NMO und setzt in zwei Wochen einen Rückkehrtermin an.
Beispiel 2 – Missbrauch in sozialen Medien und Kontakt über Dritte
Sam’s frühere Partnerin veröffentlicht verleumderische Kommentare und lässt Freunde Sams Geschwister anschreiben. Sam reicht den Antrag mit Screenshots ein und beantragt Verbote für indirekten Kontakt und die Veröffentlichung privater Informationen. Der Richter nimmt Klauseln zu sozialen Medien auf und weist auf eine Festnahme bei Verstoß hin.
Beispiel 3 – Übergaben und Schule
Tariq benötigt Schutz, aber es gibt bereits eine Anordnung zum Umgang mit dem Kind. Er schlägt eine Klausel vor, die Kontakt über eine Drittanbieter-App für Kinderangelegenheiten sowie sichere, beaufsichtigte Übergaben in einem Kontaktzentrum erlaubt. Das Gericht nimmt dies in die NMO auf, um unbeabsichtigte Verstöße zu vermeiden.
Wo Menschen hängen bleiben
Zustellung schnell nachweisen: Beauftragen Sie frühzeitig einen Zustellungsbeamten, besonders bei Eilanordnungen.
Zu weit formulieren: Das Gericht wird unklare oder unverhältnismäßige Bedingungen kürzen. Halten Sie Ihre Anträge beweisgestützt und auf reale Risiken fokussiert.
Umgangsregelungen für Kinder: Wenn Sie den Kontakt wegen eines Risikos ändern müssen, benötigen Sie möglicherweise zusätzlich zur NMO einen separaten Antrag C100.
Wo Sie Hilfe bekommen
Hotlines für häusliche Gewalt und lokale Unterstützungsangebote – viele bieten Begleitung zum Gericht an.
Familienrechtsanwälte oder Rechtsberatungsstellen für häusliche Gewalt.
Die Polizei bei Verstößen und für Sicherheitsplanung – speichern Sie die Anordnung auf Ihrem Telefon und teilen Sie sie mit Nachbarn oder dem Gebäudesicherheitsdienst.
Abschließender Gedanke:
Konkrete, verhältnismäßige Bedingungen und ein ordentliches Beweispaket führen in der Regel zu starkem Schutz und einer reibungsloseren Durchsetzung. Caira wird von Zehntausenden juristischen Dokumenten gestützt und wöchentlich aktualisiert, sodass Sie sicher sein können, die aktuellsten und praxisnahen Informationen zu erhalten – anders als bei generischen Chatbots. Wenn Sie sich bei Ihrem Entwurf unsicher sind oder häufige Fehler prüfen möchten, laden Sie Ihre Unterlagen zur verständlichen Prüfung in Caira hoch.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Wenn Sie sich in unmittelbarer Gefahr befinden, rufen Sie 999 an.
Wenn Sie mehr Details benötigen, kann unser Wie Sie schnell eine Non-Molestation Order erhalten hilfreich sein.
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