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Steigende Kosten für Vermieter—Hypothekenzinsen, Reparaturen, Versicherungen—führen oft dazu, dass die Mieteinnahmen überprüft werden. Doch Mieterhöhungen sind kein beiläufiger Vorgang. Mit dem Renters' Rights Act 2025, das am 1. Mai 2026 in Kraft tritt, müssen sowohl Vermieter als auch Mieter die neue Lage verstehen.
Die "Fair Market Rate"-Regel
Es gibt in England keine gesetzliche Obergrenze für Mieterhöhungen, doch das Gesetz verlangt, dass jede Erhöhung fair und realistisch ist.
„Fair“ bedeutet, dass die neue Miete dem entsprechen sollte, was ähnliche Objekte in Ihrer Gegend tatsächlich verlangen. Wenn Sie einen Sprung weit über die örtlichen Preise hinaus vorschlagen, können Mieter dies vor einem Tribunal anfechten—und gewinnen oft.
Relevantes Beispiel:
Wenn ein Vermieter die Miete von £1,000 auf £2,000 erhöhen will, ähnliche Wohnungen aber bei £1,100 liegen, wird ein Tribunal die Miete wahrscheinlich näher am örtlichen Durchschnitt festsetzen.
Die Mitteilung nach Section 13: Das offizielle Verfahren
Bei den meisten periodischen Mietverhältnissen ist der einzige rechtmäßige Weg, die Miete ohne neuen Vertrag zu erhöhen, eine Mitteilung nach Section 13 (Formular 4).
Häufigkeit: Nur eine Erhöhung alle 12 Monate.
Frist: Mindestens ein Monat Vorlauf (nach dem neuen Act bald zwei Monate).
Vereinbarung: Die Unterzeichnung eines neuen befristeten Vertrags mit höherer Miete gilt als Zustimmung.
Häufiger Fehler:
Informelle Bitten um mehr Miete (SMS, Anrufe) sind rechtlich nicht bindend. Wenn der Mieter ablehnt, können Sie ihn nicht wegen Mietrückständen auf Grundlage einer informellen Erhöhung kündigen.
Wichtige Änderungen: Renters' Rights Act 2025
Ab dem 1. Mai 2026 bringt das Gesetz zentrale Änderungen:
Keine Mieterhöhungsklauseln mehr: Automatische Erhöhungen in Mietverträgen sind verboten. Jede Erhöhung muss das Verfahren nach Section 13 nutzen.
Zwei Monate Frist: Die Frist für Mieterhöhungen steigt auf zwei Monate, was Mietern mehr Zeit zur Planung gibt.
Keine Rückdatierung: Wenn ein Mieter eine Erhöhung anficht, beginnt die neue Miete mit dem Datum der Entscheidung des Tribunals—nicht mit dem vom Vermieter vorgeschlagenen Datum.
Relevantes Beispiel:
Ein Vermieter stellt im Juni eine Mitteilung zu, doch der Mieter ficht sie an. Wenn das Tribunal im September entscheidet, beginnt die neue Miete im September, nicht im Juni.
Häufige Fehler von Vermietern
Informelle Methoden zur Bitte um Erhöhungen verwenden.
Ungültige Mitteilungen zustellen (falsches Formular, falsche Daten).
Versuchen, die Miete mehr als einmal im Jahr zu erhöhen.
Top-Tipps für Vermieter und Mieter
Vermieter: Sammeln Sie drei vergleichbare Angebote, um Ihre Erhöhung zu begründen.
Mieter: Wenn Sie sich die Erhöhung nicht leisten können, besprechen Sie Optionen mit Ihrem Vermieter, bevor Sie ein Tribunal in Betracht ziehen.
Das richtige Formular verwenden: Laden Sie immer das neueste Formular 4 von GOV.UK herunter.
Fazit
Mieterhöhungen gehören zum Immobilienmarkt, müssen aber mit Sorgfalt behandelt werden. Halten Sie sich an die 12-Monats-Regel, geben Sie ordnungsgemäße Frist und stellen Sie sicher, dass der Preis dem örtlichen Markt entspricht. Mit dem Renters' Rights Act 2025 haben beide Seiten klarere Schutzrechte und Verfahren.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur allgemeinen Informationen. Er ist keine Rechts-, Finanz- oder Steuerberatung.
