Habe ich Perimenopause?
Was in Ihrem Körper passiert
Perimenopause ist die Übergangsphase vor der Menopause, in der die Hormonspiegel (Östrogen und Progesteron) zu schwanken beginnen. Sie kann mehrere Jahre andauern und bringt eine Vielzahl von Symptomen mit sich, darunter unregelmäßige Perioden, Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafprobleme sowie Veränderungen der Stimmung oder des Gedächtnisses. Diese Veränderungen sind natürlich, können für manche jedoch stark ausgeprägt und belastend sein.
Wie es sich für Sie anfühlt
Perimenopause kann Folgendes verursachen:
Plötzliche Stimmungsschwankungen, Angst oder Reizbarkeit
Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, oder „Brain Fog“
Müdigkeit, Schlafprobleme oder geringe Energie
Hitzewallungen, Nachtschweiß und körperliche Beschwerden
Unregelmäßige oder starke Perioden
Die Symptome können unvorhersehbar sein und müssen keinem monatlichen Muster folgen.
Wie es Sie am Arbeitsplatz beeinträchtigen kann
Perimenopause kann die Arbeit erschweren, besonders wenn die Symptome stark sind oder von Tag zu Tag schwanken. Sie könnten Schwierigkeiten haben mit:
Konzentration und Gedächtnis, wodurch Aufgaben schwerer zu erledigen sind
Dem Umgang mit Stress oder Arbeitsbeziehungen aufgrund von Stimmungsschwankungen
Dem Einhalten von Fristen oder Besprechungen während Symptomschüben
Freistellungen für Arzttermine oder Erholung
Dem Umgang mit körperlichen Symptomen wie Hitzewallungen oder Schlafmangel
Wenn Perimenopause Ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt, haben Sie das Recht, angemessene Anpassungen zu verlangen. Das kann flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder zusätzliche Unterstützung durch Ihre Führungskraft bedeuten.
Welche Anpassungen helfen tatsächlich?
Allgemeine Ratschläge gibt es überall, aber werden wir konkret. Hier sind Anpassungen, die für Menschen mit Perimenopause oft einen echten Unterschied machen:
Flexible Arbeitszeiten: Bitten Sie um die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, Ihre Arbeitszeiten anzupassen oder bei starken Symptomen Pausen zu machen. Wenn Sie zum Beispiel Teamleiterin oder Teamleiter sind, könnten Sie nach einer Nacht mit schlechtem Schlaf um einen späteren Arbeitsbeginn bitten.
Freistellung für Termine: Bitten Sie um bezahlte oder unbezahlte Freistellung für Arzttermine, Menopause-Kliniken oder Therapiesitzungen.
Ruhe- oder Erholungsräume: Bitten Sie um Zugang zu einem ruhigen Raum oder einem Ort zum Ausruhen, wenn Sie Müdigkeit, Hitzewallungen oder Überforderung erleben.
Temperaturkontrolle: Bitten Sie um einen Ventilator, Zugang zu Fenstern oder die Erlaubnis, den Thermostat anzupassen.
Klare Kommunikation: Bitten Sie um schriftliche Anweisungen, regelmäßige Check-ins oder rechtzeitige Vorabinformationen zu Änderungen bei Abläufen oder Besprechungen.
Awareness-Schulungen: Schlagen Sie Schulungen zu Menopause und Perimenopause für Führungskräfte und Kolleginnen und Kollegen vor, um Verständnis zu fördern und Stigmatisierung zu verringern.
Anpassungen der Arbeitsbelastung: Bitten Sie während Phasen starker Symptome um vorübergehende Änderungen bei Fristen, Zielen oder Aufgaben.
Manche Arbeitgeber bieten jährliche Budgets für arbeitsmedizinische Untersuchungen oder Therapiesitzungen an — prüfen Sie, ob Ihr Arbeitsplatz ein Employee Assistance Programme oder ein ähnliches Angebot hat.

Wie Sie Anpassungen beantragen (und Ergebnisse erzielen)
Es ist ganz natürlich, sich beim Bitten um Hilfe nervös zu fühlen, aber ein klarer, praktischer Ansatz funktioniert am besten. So gehen Sie vor:
Verfassen Sie eine kurze Anfrage: Erklären Sie die konkreten Schwierigkeiten, die Sie bei der Arbeit aufgrund der Perimenopause haben. Zum Beispiel: „Ich habe während Symptomschüben Brain Fog und Müdigkeit, was meine Konzentration und meine Fähigkeit, Fristen einzuhalten, beeinträchtigt.“
Schlagen Sie konkrete Anpassungen vor: Wählen Sie drei bis fünf Änderungen aus, die den größten Unterschied machen würden. Zum Beispiel: „Könnte ich nach Nächten mit schlechtem Schlaf von zu Hause aus arbeiten, flexible Startzeiten haben und bei Bedarf Zugang zu einem Ventilator oder einem ruhigen Raum bekommen?“
Fügen Sie Nachweise bei: Wenn Sie arbeitsmedizinische Notizen, ein Symptomtagebuch oder eine kurze Selbsteinschätzung haben, fügen Sie diese bei. Ordnen Sie Ihre Schwierigkeiten den Aufgaben zu, mit denen Sie Probleme haben.
Schlagen Sie eine Probephase vor: Schlagen Sie eine Probephase von sechs bis acht Wochen vor, mit einem Termin zur Überprüfung, was funktioniert und was nicht.
Führen Sie Aufzeichnungen: Senden Sie Ihre Anfrage per E-Mail und machen Sie sich Notizen zu Besprechungen und vereinbarten Maßnahmen. Das hilft, wenn Sie nachfassen oder die Angelegenheit eskalieren müssen.
Was sollte Ihr Nachweispaket enthalten?
Sie brauchen keinen Berg an Unterlagen. Ein einfaches Paket könnte Folgendes enthalten:
Empfehlungen der Arbeitsmedizin (falls vorhanden)
Ein kurzes Rollenprofil und Beispiele für betroffene Aufgaben (z. B. Müdigkeit, Brain Fog, unvorhersehbare Symptome)
Jegliche unterstützende klinische Dokumentation oder ein Symptomtagebuch
Vorgeschlagene Anpassungen, die direkt mit jeder Schwierigkeit verknüpft sind
Fallstricke und Warnhinweise
Es ist leicht, in typische Fallen zu tappen:
Nur die Diagnose nennen: Sagen Sie nicht einfach nur „Ich bin in der Perimenopause“. Beschreiben Sie, wie sich das auf Ihre Arbeit auswirkt und was Sie brauchen, um erfolgreich zu sein.
Alles auf einmal verlangen: Priorisieren Sie zuerst wirkungsstarke, kostengünstige Anpassungen. Sie können später immer noch weitere hinzufügen.
Kein Überprüfungstermin: Ohne Probephase und Überprüfung können Anpassungen auslaufen oder vergessen werden.
Schweigen nach der Offenlegung: Wenn nach Ihrer Offenlegung nichts passiert, haken Sie nach. Nutzen Sie bei Bedarf die Personalabteilung oder ein formelles Verfahren.
Praxisbeispiel
Helen, eine Projektmanagerin Ende 40, hatte mit Brain Fog, Müdigkeit und unvorhersehbaren Hitzewallungen zu kämpfen. Nachdem sie einen arbeitsmedizinischen Bericht vorgelegt hatte, testete ihre Führungskraft flexible Arbeitszeiten, erlaubte Homeoffice nach schlechtem Schlaf und stellte einen Ventilator sowie Zugang zu einem ruhigen Raum für Pausen zur Verfügung. Innerhalb von zwei Monaten verbesserte sich Helens Produktivität und ihr Stressniveau sank.
Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Anpassungen zu bekommen
Wenn Ihr Arbeitgeber sich Zeit lässt, bleiben Sie dran. Wenn Sie ignoriert werden, ziehen Sie in Erwägung, eine formelle Beschwerde einzureichen. ACAS Early Conciliation ist ein Schritt vor einer möglichen Klage vor dem Tribunal und lohnt sich, wenn sich die Lage nicht verbessert.
Abschließende Gedanken
Sich bei der Arbeit durch die Perimenopause zu navigieren, bedeutet nicht nur, irgendwie durchzukommen — es geht darum, gut zu leben. Angemessene Anpassungen sind kein Gefallen; sie sind ein gesetzliches Recht. Der Schlüssel ist, konkret, praktisch und beharrlich zu sein. Beginnen Sie mit dem, was den größten Unterschied macht, halten Sie das Gespräch am Laufen und scheuen Sie sich nicht, nach dem zu fragen, was Sie brauchen.
Hinweis: Dieser Artikel bietet nur allgemeine Informationen zu Bildungszwecken. Er stellt keine rechtliche, medizinische, finanzielle oder steuerliche Beratung dar. Ergebnisse können je nach Ihren persönlichen Umständen variieren.
Wenn Sie mehr Details benötigen, kann unser Angst: Angemessene Anpassungen am Arbeitsplatz beantragen hilfreich sein.
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Zu verwandten Themen siehe PMDD, PME & Menopause: Angemessene.
