Bei Küchenrenovierungen, Dachausbauten oder Ladenumbauten droht oft Kündigung.
Grund ist meist der Vorwurf, nicht „regelmäßig und zügig“ zu arbeiten.
Das überfordert viele. Oft fehlen aber nur Freigaben, Infos oder der Zugang.

Häufige Fragen aus der Community
„Der Bauleiter sagt, wir hinken hinterher.
Aber Pläne fehlen.
Kann man mich für Verzögerung strafen?“

„Der Auftraggeber ändert Vorgaben mündlich und rügt uns danach.
Wie dokumentiere ich das zum Schutz?“

„Wir müssen stoppen, weil dem Kunden Genehmigungen fehlen.
Wie beweise ich, dass es nicht unsere Schuld ist?“

Egal ob Klempner, Schreiner oder Bauleiter:
Oft fehlen Pläne, Nachträge oder der Zutritt.
Diese Versäumnisse der Gegenseite blockieren Sie.
Trotzdem schiebt man Ihnen die Schuld zu.

Bauverträge fordern meist eine Abmahnung mit Frist vor Kündigung.
Sie müssen eine Mängelrüge erhalten.
Diese setzt eine angemessene Frist zur Behebung.
Fehlen Pläne des Chefs, hebelt dies oft sein Kündigungsrecht aus.

Sorgen bei Kritik sind normal.
Bleiben Sie ruhig und sammeln Sie Beweise.
Bautagebuch, Fotos und Mails belegen Ihre Leistungsbereitschaft.
Solche zeitnahen Belege retten Sie bei Streitigkeiten vor Gericht.

Praktische Schritte für Teams vor Ort:

  • Täglich Ereignisse notieren.
    Verzögerungen durch fehlende Infos oder Sperren genau festhalten.

  • Mündliche Absprachen immer schriftlich bestätigen („Bezugnehmend auf unser Treffen...“).

  • Schriftliche Informationsanfragen (RFIs) senden und Kopien sichern.

  • Erhaltene Mängelrügen und eigene Antworten im Ordner ablegen.

  • Stundenzettel und Verzugsanzeigen vertragskonform führen.

Reagieren Sie schnell auf Abmahnungen.
Erklären Sie Hindernisse, senden Sie Belege und zeigen Sie Lösungswillen.
Verträge schützen Sie vor unfairer Schuldzuweisung.
Es geht nicht um Perfektion, sondern um gute Vorbereitung.

Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten:

  • Mündliche Zusagen oder Baustellensperren nicht schriftlich fixieren.

  • Kein Bautagebuch schreiben und keine Belege sichern.

  • Fristen verstreichen lassen oder Mängelrügen ignorieren.

Falls Sie unsicher sind: Sie haben Rechte.
Auftraggeber müssen fair handeln.
Verteidigen Sie sich mit klaren Fakten.
Sichern Sie täglich Beweise und holen Sie bei Bedarf Rat ein.

Nützliche Ressourcen:

  • Leitfäden für Bauverträge.

  • HGCRA 1996 Teil II (Rechte nach Sektion 108).

  • Musterbrief zur Erwiderung von Mängelrügen.

Egal welches Gewerk: Dokumentation ist Ihr bester Schutz.
Nutzen Sie die vertraglichen Fristen aktiv.
So sichern Sie Ihr Recht und Ihren guten Ruf.

Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Besitzrecht der Baustelle, Zugang und Nötigung.

Hilfe bei Kündigung finden Sie im Ratgeber zu Kündigung und Zahlungsstreitigkeiten nach HGCRA 1996.

Hinweis: Dieser Artikel dient nur der Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

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