Discretionary Trusts sind ein beliebtes und wirkungsvolles Instrument der Nachlassplanung, geschätzt für ihre Flexibilität und die Kontrolle, die sie über Familienvermögen bieten. Anders als bei festen Trusts, bei denen die Begünstigten einen festgelegten Anspruch haben, geben Discretionary Trusts den Trustees die Befugnis zu entscheiden, wie, wann und an wen Einkommen und Kapital innerhalb einer Gruppe potenzieller Begünstigter verteilt werden. Das bedeutet, dass kein Begünstigter ein automatisches Recht an den Trust-Vermögenswerten hat, sodass die Trustees auf veränderte Umstände reagieren und im besten Interesse der Familie handeln können.

Wichtige Vorteile und typische Verwendungszwecke

Der Hauptvorteil eines Discretionary Trusts ist seine Anpassungsfähigkeit. Trustees können auf die Unwägbarkeiten des Lebens reagieren – etwa auf Veränderungen in der Familienstruktur, finanzielle Engpässe oder neu entstehende Bedürfnisse – ohne an starre Vorgaben gebunden zu sein. Das ist besonders nützlich für:

  • Familien mit kleinen Kindern, deren künftige Bedürfnisse noch unbekannt sind.

  • Begünstigte, die schutzbedürftig sind, eine Behinderung haben oder Schwierigkeiten im Umgang mit Geld haben.

  • Den Schutz von Vermögenswerten vor Gläubigern der Begünstigten, Scheidungsfolgen oder Insolvenz.

  • Die Verwaltung von Betriebsvermögen zugunsten der Familie, um Kontinuität und professionelle Aufsicht sicherzustellen.

  • Die Absicherung künftiger Generationen, da der Trust bis zu 125 Jahre bestehen kann.

Discretionary Trusts werden auch häufig genutzt, um die Ausschüttung von Vermögenswerten aufzuschieben, bis Begünstigte ein bestimmtes Alter oder einen bestimmten Meilenstein erreichen, oder um eine laufende Unterstützung für einen Begünstigten mit wechselndem Bedarf zu leisten.

Steuerliche Folgen: Was Sie wissen müssen

Obwohl Discretionary Trusts viele Vorteile bieten, wird ihre steuerliche Behandlung oft missverstanden und kann zu Verwirrung führen. Die meisten fallen für die Erbschaftsteuer (IHT) unter das „relevant property regime“:

  • Entry Charge: Wenn Sie zu Lebzeiten Vermögenswerte in einen Discretionary Trust übertragen und der Wert das Nil-Rate-Band (derzeit £325.000) übersteigt, kann sofort eine IHT von 20 % anfallen. Viele werden davon überrascht und gehen davon aus, dass Zuwendungen in einen Trust immer steuerfrei sind.

  • Ten-Year (Periodic) Charge: Alle zehn Jahre kann auf den Wert der Vermögenswerte oberhalb des Nil-Rate-Bands eine Belastung von bis zu 6 % anfallen. Dies kann den Wert des Trusts im Laufe der Zeit schmälern, wenn nicht entsprechend geplant wurde.

  • Exit Charge: Wenn Vermögenswerte den Trust verlassen, kann eine anteilige IHT anfallen.

Für die Einkommensteuer werden Discretionary Trusts zum „trust rate“ besteuert (derzeit 45 % für die meisten Einkünfte, 39,35 % für Dividenden), also höher als die Sätze der meisten Privatpersonen. Trustees müssen den Begünstigten Steuerbescheinigungen ausstellen, die je nach eigener Situation einen Teil der Steuer zurückfordern können. Auch die Kapitalertragsteuer (CGT) fällt an, mit einem niedrigeren jährlichen Freibetrag als bei Privatpersonen.

Ein häufiger Fehler ist, diese Belastungen nicht einzuplanen, wodurch der langfristige Wert des Trusts erheblich sinken kann. Regelmäßige Überprüfungen und sorgfältige Aufzeichnungen sind unerlässlich.

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Auswahl der Trustees und laufende Verwaltung

Die Wahl der richtigen Trustees ist entscheidend. Trustees haben erheblichen Ermessensspielraum und Verantwortung; wählen Sie daher Personen aus, die vertrauenswürdig, finanziell versiert und zur Zusammenarbeit fähig sind. Sie können professionelle Trustees, Familienmitglieder oder eine Kombination aus beidem benennen. Es ist ratsam, einen Letter of Wishes beizufügen, um Ihre Trustees zu leiten und Ihre Absichten und Prioritäten zu erläutern. Auch wenn dieses Dokument rechtlich nicht bindend ist, kann es Missverständnisse und Streitigkeiten vermeiden helfen.

Trustees müssen im besten Interesse aller potenziellen Begünstigten handeln, genaue Aufzeichnungen führen und die Einhaltung des Trust-Rechts sowie der steuerlichen Pflichten sicherstellen. Sie sollten außerdem über geeignete Befugnisse zur Vermögensanlage verfügen, um Trust-Vermögen wirksam zu verwalten. Hält der Trust Betriebs- oder Anlagevermögen, sollten Sie prüfen, ob die Trustees über das nötige Fachwissen verfügen oder ob professionelle Beratung erforderlich ist.

Häufige Fallstricke und wie man sie vermeidet

  • Unklare Begünstigtengruppe: Definieren Sie die Gruppe der Begünstigten im Trust Deed klar, um Streitigkeiten oder unbeabsichtigte Ausschlüsse zu vermeiden.

  • Veraltete Trust-Strukturen: Familiäre Umstände und Steuergesetze ändern sich. Überprüfen Sie den Trust regelmäßig, um sicherzustellen, dass er weiterhin Ihren Zielen entspricht.

  • Unzureichende Anleitung für Trustees: Ein ausführlicher Letter of Wishes kann den Trustees helfen, Entscheidungen im Einklang mit Ihren Werten zu treffen.

  • Steuerliche Belastungen ignorieren: Planen Sie Entry-, Periodic- und Exit-Charges ein und halten Sie sich über Änderungen im Steuerrecht auf dem Laufenden.

Fazit

Discretionary Trusts bieten unvergleichliche Flexibilität und Schutz für Familienvermögen, erfordern jedoch sorgfältige Verwaltung und laufende Überprüfung. Wenn Sie die steuerlichen Folgen verstehen, die richtigen Trustees auswählen und klare Vorgaben machen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Trust Ihre Ziele weiterhin erfüllt und sich an die Veränderungen des Lebens anpasst.

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Haftungsausschluss: Dieser Blogbeitrag bietet allgemeine Informationen ausschließlich zu Bildungszwecken. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Ergebnisse können je nach Ihren persönlichen Umständen variieren.

Wenn Sie mehr Details benötigen, kann unser Alvina Collardeau gegen Michael Fuchs: Wichtige Lehren für Frauen zu Trusts und internationalen Immobilien hilfreich sein.

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