Die Ermittlung von Begünstigten gehört zu den wichtigsten Aufgaben von Testamentsvollstreckern und Nachlassverwaltern. Wenn eine Person, die Anspruch auf einen Anteil am Nachlass hat, nicht gefunden werden kann, kann dies den gesamten Ablauf verzögern und die persönlichen Vertreter Risiken aussetzen. Glücklicherweise bietet das Recht praktische Lösungen, darunter die Beantragung eines Benjamin Order, damit Nachlässe fair und sicher verteilt werden können.

Wie man angemessene Nachforschungen anstellt

Beginnen Sie mit einer sorgfältigen Prüfung des Testaments und aller Informationen zum Familienstammbaum. Überprüfen Sie Schreibweisen, Ehename und zuletzt bekannte Adressen. Oft ist es hilfreich, mit Verwandten, Freunden und professionellen Beratern zu sprechen, die aktuelle Kontaktdaten haben oder von Lebensveränderungen wie Heirat oder Auswanderung wissen.

Wenn erste Bemühungen nicht erfolgreich sind, sind formellere Suchschritte erforderlich. Suchen Sie im Wählerverzeichnis und ziehen Sie die Nutzung von Kreditdatenbanken über einen professionellen Suchdienst in Betracht. Soziale Medien können überraschend effektiv sein, um Personen zu finden, die umgezogen sind oder ihren Namen geändert haben. Genealogieunternehmen für Nachlassangelegenheiten sind auf die Suche nach vermissten Erben spezialisiert, insbesondere in Fällen mit entfernten Verwandten oder komplexen Familienstrukturen. Auch öffentliche Bekanntmachungen in Zeitungen oder online können helfen, vor allem wenn der Begünstigte im Ausland lebt.

Obwohl Mitteilungen nach Section 27 sich an Gläubiger und nicht an Begünstigte richten, zeigen sie doch, dass Sie den Nachlass gründlich verwalten, und können helfen, sich gegen unbekannte Schulden abzusichern.

Risikomanagement, wenn Begünstigte weiterhin fehlen

Wenn ein Begünstigter nach verhältnismäßigen Nachforschungen immer noch nicht gefunden werden kann, müssen Sie das Risiko späterer Ansprüche steuern. Eine Freistellungsversicherung ist eine praktische Option, insbesondere wenn der Anteil der vermissten Person gering und das Risiko niedrig ist. Diese Versicherung deckt den Nachlass ab, falls sich der Begünstigte später meldet.

Ein anderer Ansatz besteht darin, einen Teil des Nachlasses zurückzubehalten – also eine Reserve einzubehalten – bis weitere Nachforschungen abgeschlossen sind oder eine festgelegte Frist abläuft. Sie können die Begünstigten auch bitten, sich zu verpflichten, ihren Anteil zurückzuzahlen, falls die vermisste Person später gefunden wird.

Wann ein Benjamin Order beantragt werden sollte

Erklärungskarte für Fehlende Begünstigte im Nachlassverfahren: Suche, Versicherung und wann ein Benjamin Order beantragt werden sollte: Dokument, Frist, Streit.

Wenn umfassende Nachforschungen erfolglos geblieben sind und der Anteil des fehlenden Begünstigten erheblich ist, kann es an der Zeit sein, beim Gericht einen Benjamin Order zu beantragen. Dieser Beschluss erlaubt es, den Nachlass so zu verteilen, als wäre die vermisste Person verstorben, oder weist eine pragmatische Verteilung auf Grundlage der Beweislage an. Sie müssen dem Gericht eine detaillierte Darstellung Ihrer Nachforschungen vorlegen, einschließlich Gutachten von Genealogen oder Suchagenten.

Benjamin Orders sind besonders nützlich in Fällen mit komplexen Familienstrukturen, etwa bei streitiger Vaterschaft, Adoption oder Auslandsbezug, der die Anspruchsberechtigung erschwert. Die Entscheidung des Gerichts schützt Testamentsvollstrecker vor persönlicher Haftung und ermöglicht es, den Nachlass weiter abzuwickeln.

Ausgearbeitetes Beispiel

Angenommen, ein residuärer Begünstigter, der vor Jahrzehnten in einem Testament genannt wurde, kann nicht aufgespürt werden. Die Testamentsvollstrecker prüfen Familienunterlagen, kontaktieren Verwandte und beauftragen einen Genealogen für Nachlassangelegenheiten. Bekanntmachungen werden in einschlägigen Zeitungen und online veröffentlicht. Nach allen angemessenen Schritten bleibt der Begünstigte verschwunden. Die Testamentsvollstrecker beauftragen einen Rechtsbeistand und beantragen einen Benjamin Order. Das Gericht genehmigt die Verteilung des Nachlasses an die bekannten Begünstigten, wobei eine Reserve zurückbehalten und eine Freistellungsversicherung abgeschlossen wird. Erscheint die vermisste Person später, ist ihr Anspruch auf das beschränkt, was verbleibt, sowie auf die Leistung aus der Versicherungspolice.

Wichtigste Erkenntnis

Testamentsvollstrecker müssen systematisch vorgehen und jede Suche dokumentieren. In Fällen mit geringem Risiko können Versicherung und Zurückbehaltung ausreichen. Ist der Anteil des fehlenden Begünstigten erheblich oder die familiäre Situation komplex, bietet ein Benjamin Order gerichtlichen Schutz und ermöglicht eine sichere Verteilung des Nachlasses.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient nur allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Rechts-, Finanz- oder Steuerberatung dar. Jeder Nachlass ist anders, und die Ergebnisse hängen von Ihren konkreten Umständen ab. Nehmen Sie sich Zeit, sich mit den Regeln vertraut zu machen, und halten Sie Ihre Unterlagen auf dem neuesten Stand.

Wenn Sie mehr Details benötigen, kann unser Disabled in the Civil Service: Attendance Triggers, Capability and the DWP Disability Paradox (England and Wales, UK) hilfreich sein.

Vielleicht finden Sie auch Guernsey Trusts and UK Tax: A Technical Guide for Settlors and Beneficiaries nützlich.

Zu verwandten Fragen siehe NHS Demotion and Re-Banding: Your Rights on Band Changes, Redeployment and Pay Protection (England and Wales, UK).

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