Eine Non-Molestation Order ist eine gerichtliche Anordnung, die Sie und Ihre Kinder vor Belästigung, Drohungen oder Schaden schützen soll – oft während oder nach einer schwierigen Trennung. Wenn Sie als Elternteil eine konfliktreiche Scheidung durchlaufen, insbesondere wenn Vorwürfe häuslicher Gewalt im Raum stehen, ist es wichtig zu verstehen, was solche Anordnungen typischerweise enthalten und wie sie formuliert sein können.

Nachfolgend finden Sie Beispiele für häufige Verbote in Non-Molestation Orders, insbesondere wenn Kinder und fortlaufender Kontakt betroffen sind.

Typische Verbote in einer Non-Molestation Order

  1. Keine Drohungen, Einschüchterung oder Belästigung

    • Der Antragsgegner darf den Antragsteller oder die Kinder weder direkt noch indirekt nicht mit Gewalt bedrohen, einschüchtern, belästigen oder drangsalieren.



  2. Kein Kontakt außer soweit erlaubt

    • Der Antragsgegner darf den Antragsteller nicht per Telefon, SMS, E-Mail, über soziale Medien oder auf andere Weise kontaktieren, außer:

      • Für Absprachen bezüglich der Kinder muss die Kommunikation auf E-Mail oder eine vom Gericht genehmigte App (z. B. Appclose) beschränkt sein oder wie anderweitig im Voraus schriftlich vereinbart.



  3. Kein Aufsuchen des Wohnsitzes

    • Der Antragsgegner darf sich dem Wohnsitz des Antragstellers nicht auf weniger als 200 Meter nähern, ihn nicht betreten und nicht versuchen, ihn zu betreten, außer:

      • Mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Antragstellers oder

      • wenn das Gericht dies anordnet (zum Beispiel zur Abholung von Gegenständen zu einem bestimmten Zeitpunkt).



  4. Kein Aufsuchen der Schule oder Kita der Kinder

    • Der Antragsgegner darf die Schule oder Kita der Kinder nicht aufsuchen, sie nicht betreten und nicht versuchen, sie zu betreten oder die Kinder auf dem Weg zur oder von der Schule nicht ansprechen, es sei denn:

      • Es liegt eine gerichtliche Anordnung vor, die dies erlaubt, oder

      • Es wurde im Voraus schriftlich vom Antragsteller vereinbart.



  5. Kein Kontakt über Dritte

    • Der Antragsgegner darf keine andere Person anweisen oder dazu ermutigen, etwas zu tun, was ihr durch diese Anordnung verboten ist.



  6. Sperrzone

    • Der Antragsgegner darf sich einem festgelegten Abstand (zum Beispiel 100 Meter) zum Wohnsitz, Arbeitsplatz des Antragstellers oder zur Schule der Kinder nicht nähern, sofern nicht anders vereinbart oder vom Gericht angeordnet.



  7. Keine Beiträge in sozialen Medien

    • Der Antragsgegner darf keine Informationen über den Antragsteller oder die Kinder in sozialen Medien oder Online-Foren posten oder teilen.

Beispielformulierung für eine Non-Molestation Order

  • Der Antragsgegner, [Name], darf den Antragsteller, [Name], oder die Kinder weder direkt noch indirekt mit Gewalt bedrohen noch sie einschüchtern, belästigen oder drangsalieren.



  • Der Antragsgegner darf den Antragsteller auf keinem Weg kontaktieren, außer für Absprachen bezüglich der Kinder, die schriftlich per E-Mail oder [vereinbarte App] oder wie im Voraus schriftlich vereinbart erfolgen müssen.



  • Der Antragsgegner darf nicht zum Wohnsitz des Antragstellers unter [Adresse] gehen, ihn betreten oder versuchen, ihn zu betreten, außer mit vorheriger schriftlicher Zustimmung oder gerichtlicher Anordnung.



  • Der Antragsgegner darf nicht zu [Schule/Kita der Kinder] gehen, sie betreten oder versuchen, sie zu betreten oder die Kinder auf dem Weg zur oder von der Schule ansprechen, sofern dies nicht schriftlich vereinbart oder vom Gericht angeordnet wurde.



  • Der Antragsgegner darf keine andere Person anweisen oder dazu ermutigen, etwas zu tun, das durch diese Anordnung verboten ist.

Erklärungskarte für Non-Molestation Order Template: Common Prohibitions and Practical Examples: Risk, Evidence, Order.

Zusätzliche Punkte für Eltern in hochkonflikthaften Fällen

  • Anordnungen können festlegen, wie und wann die Übergabe der Kinder erfolgen soll, oft an einem neutralen Ort oder über eine dritte Person.



  • Wenn laufende Verfahren zu Kinderregelungen anhängig sind, kann die Anordnung klarstellen, dass sie den Antragsgegner nicht daran hindert, vor Gericht zu erscheinen oder an den Verfahren teilzunehmen.



  • Die Anordnung sollte das Recht des Antragsgegners vorsehen, eine Änderung oder Aufhebung der Anordnung zu beantragen, wenn sich die Umstände ändern.

Zusammenfassung

Eine Non-Molestation Order kann auf die Bedürfnisse Ihrer Familie zugeschnitten werden, insbesondere wenn Kinder betroffen sind und Sicherheits- oder Belästigungsbedenken bestehen.

Die obigen Beispiele spiegeln häufige Verbote wider, aber das Gericht kann alle erforderlichen Bestimmungen aufnehmen, um Sie und Ihre Kinder zu schützen. Wenn Sie Ihren eigenen Entwurf vorbereiten, seien Sie so konkret wie möglich dazu, was Sie brauchen, um sich sicher zu fühlen, und fügen Sie klare Ausnahmen für notwendigen Kontakt bezüglich der Kinder hinzu.

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Wenn Sie mehr Details benötigen, kann unser Wie man schnell eine Non-Molestation Order erhält helfen.

Weitere Hinweise finden Sie in unserem Leitfaden wie einfach es ist, eine Non-Molestation Order zu erhalten.

Vielleicht ist auch Non-Molestation Orders: Beispieldokumente und häufige Verbote hilfreich.

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