Einführung

Schlechte Kommunikation durch einen Rechtsanwalt kann jedes Rechtsverfahren stressiger machen. Ob Sie ein Haus kaufen, einen Grenzstreit klären, den Umgang mit Ihrem Kind regeln oder eine finanzielle Anordnung beantragen: Sie haben Anspruch auf klare Updates und zeitnahe Antworten. Dennoch müssen viele Mandanten E-Mails hinterherlaufen, wochenlang warten oder bleiben im Unklaren darüber, was gerade passiert.

Was gilt als schlechte Kommunikation oder Verzögerung?

Von Rechtsanwälten wird erwartet, dass sie Sie auf dem Laufenden halten, auf Ihre Anfragen reagieren und in jeder Phase erklären, was geschieht. Schlechte Kommunikation umfasst:

  • Ignorierte E-Mails oder Anrufe

  • Ausbleibende regelmäßige Updates

  • Keine Erklärung für Verzögerungen oder nächste Schritte

  • Verpasste Fristen ohne Vorwarnung

Beispiele:

  • Immobilienkauf: Sie kaufen ein Haus, aber Ihr Rechtsanwalt meldet sich wochenlang nicht, sodass Sie nicht wissen, ob die Verträge bereits ausgetauscht wurden.

  • Grenzstreitigkeiten: Sie bitten um Rat zu einem Nachbarschaftsstreit, erhalten aber keine Antwort, wodurch eine Eskalation oder verpasste Chancen zur Einigung drohen.

  • Umgangsregelungen für Kinder: Sie warten auf Updates zu einem Antrag beim Gericht, aber Ihr Rechtsanwalt informiert Sie nicht über Anhörungstermine oder den Verfahrensstand.

  • Finanzielle Anordnungen: Sie benötigen dringenden Rat zur Offenlegung von Vermögenswerten, aber Ihr Rechtsanwalt reagiert nur langsam, wodurch Fristen versäumt werden könnten.

Ihre Rechte als Mandant

Rechtsanwälte müssen in Ihrem besten Interesse handeln und Sie angemessen informieren. Der Verhaltenskodex der SRA verlangt von ihnen, klar zu kommunizieren, Kosten und Fortschritt zu erklären und zügig zu reagieren. Wenn sie dahinter zurückbleiben, haben Sie das Recht, ihre Leistung anzufechten.

Praktische Schritte gegen schlechte Kommunikation

Wenn Sie unter schlechter Kommunikation oder Verzögerungen leiden, müssen Sie das nicht einfach hinnehmen. Es gibt klare Schritte, die Sie unternehmen können:

1. Das Problem direkt ansprechen
Kontaktieren Sie Ihren Rechtsanwalt per E-Mail oder Telefon und schildern Sie Ihre Bedenken klar; bitten Sie um ein zeitnahes Update. Nennen Sie konkret, welche Informationen oder welche Handlung Sie erwarten. Bewahren Sie Nachweise aller Kontaktversuche auf, einschließlich Daten und Kopien der Nachrichten.

2. Das Beschwerdeverfahren der Kanzlei nutzen
Wenn sich nichts verbessert, verlangen Sie die Beschwerderichtlinie der Kanzlei. Formulieren Sie Ihre Bedenken schriftlich und nennen Sie Beispiele sowie Daten. Die meisten Kanzleien müssen Beschwerden innerhalb einer festgelegten Frist bestätigen und prüfen.

3. An den Legal Ombudsman eskalieren
Wenn die Kanzlei Ihre Beschwerde nicht innerhalb von acht Wochen löst oder ihre Antwort nicht zufriedenstellend ist, können Sie über das Online-Formular des Legal Ombudsman oder per Post eine Beschwerde einreichen. Fügen Sie Kopien aller relevanten Korrespondenz bei – E-Mails, Briefe und Notizen zu Telefonaten. Listen Sie verpasste Fristen, wichtige Termine sowie zusätzliche Kosten oder Unannehmlichkeiten auf, die Ihnen entstanden sind. Der Ombudsman nutzt diese Belege, um Ihren Anspruch zu prüfen.

Tipps zum Sammeln von Beweisen:

  • Speichern und drucken Sie alle E-Mails, Briefe und schriftlichen Notizen zu Telefonaten.

  • Erstellen Sie eine Zeitleiste mit verpassten Fristen und wichtigen Terminen.

  • Sammeln Sie Belege oder Kontoauszüge, die zusätzliche Kosten oder finanzielle Verluste zeigen.

  • Schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung darüber, wie die Verzögerung oder schlechte Kommunikation Sie beeinträchtigt hat (z. B. Stress, verpasste Chance).


Entschädigung, Abhilfen und Beispiele aus der Praxis

Wenn der Legal Ombudsman feststellt, dass die schlechte Kommunikation oder Verzögerungen Ihres Rechtsanwalts Ihnen Verlust oder Unannehmlichkeiten verursacht haben, kann er verschiedene Maßnahmen anordnen:

  • Entschuldigung und verbesserter Service: Der Rechtsanwalt kann verpflichtet werden, sich zu entschuldigen und seine Kommunikation mit Mandanten zu ändern.

  • Erledigung ausstehender Arbeiten: Der Ombudsman kann anordnen, dass der Rechtsanwalt versäumte Aufgaben abschließt.

  • Entschädigung für Stress und Unannehmlichkeiten: Die Beträge liegen typischerweise zwischen 100 und 500 £ für Unannehmlichkeiten oder Stress. Wenn Sie Geld verloren haben oder eine Immobilie verpasst haben, kann die Entschädigung höher ausfallen.

Beispiele aus der Praxis:

  • Immobilienkauf: Sarah wartete sechs Wochen auf ein Update zu ihrem Hauskauf. Der Ombudsman stellte fest, dass die Verzögerung unangemessen war, und sprach ihr 250 £ wegen Stress zu.

  • Grenzstreit: Toms Rechtsanwalt reagierte nicht auf dringende E-Mails, wodurch der Streit eskalierte. Der Ombudsman ordnete eine Entschuldigung und 150 £ Entschädigung an.

  • Umgangsregelungen für Kinder: Priya verpasste eine Gerichtsanhörung, weil ihr Rechtsanwalt sie nicht über den Termin informierte. Der Ombudsman sprach ihr 500 £ für die Auswirkungen zu.

  • Finanzielle Anordnung: Marks Rechtsanwalt verzögerte die Zusendung wichtiger Dokumente und gefährdete damit seinen Fall. Der Ombudsman verpflichtete die Kanzlei, die Arbeit abzuschließen und 200 £ für die Unannehmlichkeiten zu zahlen.

Fazit

Sie müssen schlechte Kommunikation oder endlose Verzögerungen nicht akzeptieren. Indem Sie Ihre Bedenken ansprechen, das Beschwerdeverfahren befolgen und klare Belege vorlegen, können Sie Ihren Rechtsanwalt zur Verantwortung ziehen und eine faire Entschädigung verlangen. Wenn Sie unter Schweigen oder schleppendem Fortschritt leiden, werden Sie aktiv – Ihre Rechte sind geschützt, und Hilfe ist verfügbar.

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