Ein Testament anzufechten, kann überwältigend sein, besonders wenn Sie glauben, unfair behandelt worden zu sein oder vermuten, dass das Testament ungültig ist. In England und Wales legt das Gesetz strenge Gründe und Verfahren für eine Anfechtung fest. Das Verfahren ist oft emotional aufgeladen und kann finanziell belastend sein, daher ist es wichtig, Ihre Möglichkeiten, die Risiken und die einzelnen Schritte zu verstehen, bevor Sie beginnen.

Rechtliche Gründe für die Anfechtung eines Testaments

Sie können ein Testament nicht einfach anfechten, weil Sie mit seinem Inhalt unzufrieden sind. Das Gesetz erkennt nur bestimmte Anfechtungsgründe an:

Fehlende Testierfähigkeit:
Die Person, die das Testament errichtet (der Erblasser), muss zum Zeitpunkt der Errichtung die Art und die Wirkung des Dokuments verstanden haben. Wenn sie an Demenz, einer schweren psychischen Erkrankung litt oder anderweitig nicht dazu in der Lage war, kann das Testament ungültig sein. Krankenakten und Zeugenaussagen sind oft entscheidende Beweise.

Unzulässige Beeinflussung:
Wenn jemand den Erblasser unter Druck gesetzt oder genötigt hat, ein Testament zu errichten, das seine wahren Wünsche nicht widerspiegelt, kann das Testament angefochten werden. Den Nachweis unzulässiger Beeinflussung zu erbringen, ist schwierig; das Gericht verlangt klare Belege für Manipulation, nicht nur einen Verdacht oder familiäre Streitigkeiten.

Formfehlerhafte Errichtung:
Ein Testament muss vom Erblasser in Anwesenheit von zwei unabhängigen Zeugen unterschrieben werden, die ebenfalls unterschreiben müssen. Werden diese Formvorschriften nicht eingehalten, ist das Testament ungültig. Das ist ein häufiger Fehler, insbesondere bei selbst verfassten Testamenten.

Betrug oder Fälschung:
Wenn das Testament gefälscht wurde oder der Erblasser über seinen Inhalt getäuscht wurde, kann es für unwirksam erklärt werden. Zu den Beweisen können eine Handschriftenanalyse oder der Nachweis gehören, dass der Erblasser in die Irre geführt wurde.

Fehlende Kenntnis und Billigung:
Selbst wenn das Testament ordnungsgemäß unterschrieben wurde, kann es angefochten werden, wenn der Erblasser seinen Inhalt nicht kannte oder nicht billigte. Dies kommt häufig vor, wenn jemand anderes das Testament vorbereitet hat und der Erblasser gebrechlich war oder nicht lesen konnte.

Ansprüche auf finanzielle Versorgung

Wenn Sie nicht das erhalten haben, was Sie für eine angemessene finanzielle Versorgung halten, können Sie möglicherweise nach dem Inheritance (Provision for Family and Dependants) Act 1975 Ansprüche geltend machen. Dieses Gesetz erlaubt es bestimmten Personen, einen Anteil oder einen größeren Anteil am Nachlass zu beantragen, wenn das Testament (oder die gesetzliche Erbfolge) keine angemessene Versorgung für sie vorsieht. Zu den anspruchsberechtigten Antragstellern gehören:

  • Ehegatten und eingetragene Lebenspartner

  • Frühere Ehegatten oder Lebenspartner, die nicht wieder geheiratet haben

  • Zusammenlebende Partner (mindestens zwei Jahre zusammenlebend)

  • Kinder (einschließlich erwachsener Kinder und solcher, die wie Kinder behandelt wurden)

  • Alle Personen, die vom Verstorbenen finanziell unterhalten wurden

Das Gericht berücksichtigt Faktoren wie Ihren finanziellen Bedarf, den Umfang des Nachlasses und die Bedürfnisse anderer Begünstigter.

Das Verfahren: Schritte und Fristen

Prüfung Ihres Anspruchs:
Bevor Sie handeln, sammeln Sie so viele Informationen wie möglich über das Testament, den Nachlass und die Umstände, unter denen das Testament errichtet wurde. Prüfen Sie, ob Sie Beweise haben, die Ihren Anspruch stützen.

Fristen:
Bei Ansprüchen auf finanzielle Versorgung müssen Sie innerhalb von sechs Monaten nach Erteilung des Probate handeln. Andere Anfechtungen (etwa wegen unzulässiger Beeinflussung oder fehlender Testierfähigkeit) unterliegen keiner strengen gesetzlichen Frist, doch eine Verzögerung kann Ihren Fall schwächen und es schwieriger machen, eine einstweilige Verfügung zu erhalten, die die Verteilung des Nachlasses stoppt.

Mediation und Verhandlung:
Die Gerichte erwarten von den Parteien, dass sie versuchen, Streitigkeiten vor einer Hauptverhandlung durch Mediation beizulegen. Mediation kann Zeit, Geld und familiäre Beziehungen schonen. Wird eine Einigung erzielt, kann sie rechtlich bindend gemacht werden.

Gerichtsverfahren:
Wenn die Mediation scheitert, kann der Fall vor Gericht gehen. Dies kann je nach Komplexität und Zeitplan des Gerichts ein bis drei Jahre dauern. Das Gericht prüft die Beweise und entscheidet, ob das Testament gültig ist oder ob eine angemessene Versorgung angeordnet werden sollte.

Kosten, Risiken und häufige Fallstricke

Kosten:
Testamentsstreitigkeiten können teuer sein; die Anwaltskosten liegen mitunter zwischen 10.000 £ und über 100.000 £. Verlieren Sie, kann das Gericht anordnen, dass Sie sowohl die Kosten der Gegenseite als auch Ihre eigenen tragen.

Emotionale Belastung:
Ein Testament anzufechten, kann familiäre Beziehungen belasten oder zerstören. Überlegen Sie, ob der mögliche Gewinn den persönlichen Preis wert ist.

Keine Erfolgsgarantie:
Selbst starke Fälle können scheitern, wenn Beweise fehlen oder das Gericht nicht überzeugt ist. Die Beweislast liegt bei der Person, die das Testament anfechtet.

Häufige Fallstricke:

  • Die sechsmonatige Frist für Ansprüche auf finanzielle Versorgung versäumen

  • Sich auf Hörensagen oder Vermutungen statt auf konkrete Beweise stützen

  • Die Auswirkungen auf andere Begünstigte nicht berücksichtigen

  • Mediation nicht prüfen, bevor man vor Gericht geht

Praktische Tipps

  • Sammeln Sie alle relevanten Unterlagen, einschließlich Testament, Krankenakten und Korrespondenz.

  • Führen Sie eine klare Aufzeichnung Ihrer Kommunikation und Ihrer Versuche, den Streit beizulegen.

  • Seien Sie realistisch bezüglich Ihrer Erfolgsaussichten und der möglichen Ergebnisse.

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