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Einen Online-Shop zu eröffnen war nie einfacher.
Ob Shopify, Etsy, WooCommerce – Sie bauen Ihre Marke am Wochenende auf.
Doch die Gesetze sind streng. Das UK hat harte Verbraucherschutzgesetze.
Viele kopieren ihre AGB von US-Seiten – und riskieren damit rechtliche Probleme.
Verweigern Sie Rückgaben bei Sale-Artikeln?
Soll der Kunde den Kurier bei Verlust kontaktieren?
Wenn ja, brechen Sie wohl das Gesetz.
1. Das 14-Tage-Rückgaberecht (Der Klassiker)
Das Szenario: Sie betreiben eine Boutique.
Sie reduzieren Winterware um 50 % und schreiben: „Keine Rückgabe auf Sale-Ware.“
Ein Kunde schickt ein Kleid zurück. Sie verweigern das Geld.
Die Rechtslage: Sie verstoßen gegen die Consumer Contracts Regulations 2013.
Da Kunden die Ware online nicht prüfen können, dürfen sie den Vertrag binnen 14 Tagen widerrufen – ohne Angabe von Gründen.
Dies gilt für reguläre UND reduzierte Ware.
Sie können reduzierte Ware von diesem Recht nicht ausschließen.
Die Ausnahmen: Sie dürfen Rückgaben nur verweigern bei:
Personalisierter Ware: (z. B. Gravuren).
Achtung: Die Wahl von „Blau“ und „Größe 10“ gilt nicht als personalisiert.Verderblicher Ware: (Lebensmittel, Blumen).
Versiegelter Hygiene-Ware: (Ohrringe, Bademode), wenn das Siegel beschädigt ist.

Die Lösung: Passen Sie Ihre AGB an.
Sie müssen Rückgaben akzeptieren, können aber Rücksendekosten auf Kunden umlegen (falls vereinbart).
2. „Auf dem Postweg verloren“ (Nicht mein Problem?)
Das Szenario: Ein Paket geht verloren.
Der Kunde meldet sich. Sie sagen: „Ich habe den Versandbeleg. Bitte klären Sie das mit dem Kurier.“
Die Rechtslage: Das ist falsch.
Der Vertrag besteht zwischen Ihnen und dem Kunden.
Den Liefervertrag haben Sie mit dem Kurier.
Nach dem Consumer Rights Act 2015 tragen Sie das Risiko, bis die Ware beim Kunden ist.
Geht sie verloren, müssen Sie erstatten.
Holen Sie sich das Geld danach vom Kurier.
Die Lösung: Schicken Sie Kunden nicht zum Kurier.
Das ist schlechter Service und illegal.
Nutzen Sie bei teuren Waren eine Transportversicherung.
3. Der Albtraum für Kerzenmacher (CLP)
Das Szenario: Sie stellen Kerzen her.
Sie kleben Ihr Logo auf, verzichten aber auf Warnhinweise, weil sie „die Optik stören“.
Die Rechtslage: Die CLP-Verordnung ist im UK und der EU Pflicht für Produkte mit Gefahrstoffen (auch ätherische Öle).
Verkaufen Sie Kerzen ohne CLP-Label, machen Sie sich strafbar.
Bei Bränden oder Unfällen erlischt Ihr Versicherungsschutz, da das Produkt illegal war.
Die Lösung: Nutzen Sie CLP-Rechner.
Drucken Sie den Warnhinweis aus.
Kleben Sie ihn auf den Glasboden.
4. Die 6-Monate-Mängelhaftung
Das Szenario: Nach vier Monaten reißt der Riemen einer verkauften Handtasche.
Sie sagen: „Nach 4 Monaten ist das Abnutzung.“
Die Rechtslage: Tritt ein Fehler binnen 6 Monaten auf, gilt er als von Anfang an vorhanden (außer Sie beweisen Missbrauch).
Der Kunde hat Anspruch auf Reparatur oder Ersatz.
Warum Vertragsprüfung Ihren Shop schützt
Sie wollen eine Marke aufbauen, keine Retourenabteilung.
Doch Ihre AGB sind das Regelwerk.
Unsere KI-Vertragsprüfung scannt AGB nach illegalen Klauseln wie „Keine Rückgabe“.
Sie sorgt für korrekte Lieferbedingungen.
So wirkt Ihr Shop vertrauenswürdig und rechtssicher.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur der Information und ersetzt keine Rechts-, Finanz- oder Steuerberatung.
