Wenn Sie wegen eines Vorwurfs im Zusammenhang mit einem Schüler oder einer Schülerin nach Hause geschickt wurden, machen Sie sich vielleicht schon Sorgen um Ihren Arbeitsplatz, bevor Sie überhaupt verstehen konnten, was passiert ist. Eine Suspendierung bedeutet nicht, dass die Schule ein Fehlverhalten Ihrerseits festgestellt hat. In England sollten Sie sich zunächst den Vorwurf und die nächsten Schritte schriftlich geben lassen, mögliche Fristen prüfen und Unterstützung organisieren, bevor Sie ausführlich Stellung nehmen.
Caira nutzt künstliche Intelligenz und stützt sich auf juristische Dokumente, die für Lehrkräfte in England und Wales relevant sind. Caira kann Ihnen helfen, das Schreiben der Schule durchzugehen und Fragen zu formulieren, auf die Sie Antworten brauchen. Ersetzen Sie bei Dokumenten, die Sie teilen dürfen, vor dem Hochladen die Namen von Schülerinnen und Schülern sowie Angaben, die ihre Identifizierung ermöglichen, durch Bezeichnungen wie „Schüler A“.
Klären Sie zuerst, in welchem Verfahren Sie sich befinden
Diese Verfahren überschneiden sich:
Kinderschutz: Die Schule bewertet die Sicherheit der Kinder und bezieht gegebenenfalls die zuständige Person der Kommunalbehörde, den LADO, ein.
Beschäftigung: Ihr Arbeitgeber ermittelt und entscheidet, ob eine Disziplinarmaßnahme gerechtfertigt ist.
Berufsaufsicht: Schwerwiegende Bedenken können separat an die Teaching Regulation Agency oder den Disclosure and Barring Service gelangen. Eine Meldung ist selbst kein Lehrverbot.
Auch Polizei oder Kinder- und Jugendhilfedienste können beteiligt sein. Ihre Gewerkschaft unterstützt Sie; die Personalabteilung berät den Arbeitgeber.
Hat die Schule diese sechs Schritte eingehalten?
1. Die Bedenken bewerten und Kinder schützen
Die Schule sollte die Umstände klären und das Vorgehen zum Kinderschutz festlegen. Die benannte Kinderschutzleitung kümmert sich um die Bedürfnisse des Kindes. Eine fallverantwortliche Person, in der Regel die Schulleitung, koordiniert die Bearbeitung des Vorwurfs. Betrifft der Vorwurf die Schulleitung selbst, gelten andere Zuständigkeiten.
Keeping Children Safe in Education unterscheidet Vorwürfe, die möglicherweise die Gefährdungsschwelle erreichen, von niedrigschwelligen Bedenken. „Niedrigschwellig“ bedeutet nicht unwichtig. Ist die Einordnung unklar, sollte die Schule ihren LADO konsultieren.
Beispiele sind Vorwürfe des Anschreiens oder Demütigens, unangemessenen körperlichen Umgangs, sexueller Bemerkungen, privater Nachrichten an Schülerinnen oder Schüler oder der Missachtung von Kinderschutzverfahren. Kontext, Beweise und Muster sind wichtig; diese Beispiele sind weder automatische Feststellungen noch feste Schweregradkategorien.
2. Entscheiden, ob eine Suspendierung gerechtfertigt ist
Einen Vorwurf zu untersuchen und jemanden zu suspendieren sind getrennte Entscheidungen. Der Arbeitgeber sollte Risiken und Alternativen prüfen und nicht jede beschuldigte Person automatisch nach Hause schicken. Fragen Sie, was die Suspendierung schützen soll, welche Alternativen erwogen wurden und wann die Entscheidung überprüft wird.
Den ausführlichen Entscheidungsrahmen finden Sie unter Suspendierung, Bezahlung und Unterstützung.
3. Die Bedingungen erläutern und Unterstützung benennen
Nach den KCSIE-Hinweisen zu Vorwürfen sollte die schriftliche Suspendierungsbestätigung innerhalb eines Arbeitstags mit angemessenen Gründen und einer benannten Ansprechperson vorliegen. Bitten Sie um Vorwürfe, Verfahren, Einschränkungen und Vereinbarungen in schriftlicher Form. Bestätigen Sie wichtige Telefonate per E-Mail. Kinderschutz- oder Polizeiermittlungen können die Auskunft zunächst einschränken, sollten aber kein unbegrenztes Schweigen bedeuten.
4. Fair ermitteln
Die ermittelnde Person sollte die Tatsachen prüfen, einschließlich der Belege zu Ihren Gunsten. Benennen Sie Zeugen und Aufzeichnungen, die möglicherweise nur kurz verfügbar sind, etwa Videoaufnahmen. Beantragen Sie deren Sicherung über die dafür vorgesehenen Stellen; sprechen Sie Schülerinnen und Schüler nicht an und greifen Sie nicht ohne Erlaubnis auf Schulsysteme zu.
Fehlende Belege können das Gefühl vermitteln, im Nachteil zu sein. Fragen Sie, was bereits geprüft wurde und was noch aussteht.
Caira kann die Richtlinien mit den Schreiben vergleichen und auf offenbar fehlende Schritte hinweisen, etwa eine erwähnte, aber nicht übermittelte schriftliche Zeugenaussage.
5. Eine Disziplinaranhörung abhalten, wenn die Vorwürfe dies rechtfertigen
Fragen Sie vor einer ausführlichen Antwort schriftlich: Ist dies ein Ermittlungsinterview oder eine Disziplinaranhörung, wann findet es statt, wer nimmt teil und was wird entschieden? Verstehen Sie Vorwurf und Zweck; bitten Sie um Klärung oder angemessene Vorbereitungszeit, statt zu raten oder jede Zusammenarbeit zu verweigern.
Vor einer Disziplinaranhörung sollten Sie schriftliche Vorwürfe, relevante Beweise und mögliche Folgen erhalten. Sie sollten antworten und Beweise infrage stellen können. Dies umfasst nicht automatisch ein gerichtliches Kreuzverhör von Schülerinnen oder Schülern. Fragen Sie, wie Fragen an Zeugen behandelt werden.
Bei einer Disziplinaranhörung haben Sie normalerweise einen gesetzlichen Anspruch auf eine Begleitperson, die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt. Das gilt nicht für jedes Untersuchungsgespräch. Richtlinien oder angemessene Anpassungen können zusätzliche Unterstützung ermöglichen.
6. Eine Entscheidung und einen Einspruchsweg mitteilen
Sie sollten das Ergebnis schriftlich erhalten und gegen Disziplinarmaßnahmen Einspruch einlegen können. Soweit praktikabel, sollten unterschiedliche Personen ermitteln und entscheiden. Prüfen Sie die Einspruchsfrist, statt überall dieselbe Frist anzunehmen.
Zur weiteren Entwicklung lesen Sie Ergebnisse, Referenzen und mögliche Entschädigung.
Was, wenn Sie geschrien haben, aber die Schilderung strittig ist?
Angenommen, Sie haben gerufen, um ein Kind davon abzuhalten, auf die Straße zu laufen. Das Kind behauptet, Sie hätten es auch beleidigt; eine Kollegin oder ein Kollege hat nur den letzten Satz gehört.
Der Sicherheitskontext beweist oder widerlegt die Beleidigung nicht. Halten Sie fest, woran Sie sich erinnern und wer zur Klärung beitragen kann. Einzuräumen, dass Sie laut geworden sind, bedeutet nicht, alle Vorwürfe anzuerkennen.
Was, wenn die Schule einen Schritt ausgelassen hat?
Schulrichtlinien können gesetzliche Rechte nicht außer Kraft setzen. Vergleichen Sie die sechs Schritte oben mit Ihren Schreiben. Halten Sie fest, was ausgelassen wurde, wie das Ihre Stellungnahme beeinträchtigt hat und was Abhilfe schaffen würde. Bitten Sie schriftlich um Belege, Vorbereitungszeit oder eine unparteiische Überprüfung Ihres Einspruchs. Ein konkretes Anliegen vorzubringen bedeutet nicht, sich querzustellen.
Ein Fehler beseitigt weder einen Vorwurf noch begründet er automatisch einen Rechtsanspruch. In Taylor v OCS Group Ltd [2006] EWCA Civ 702 erläuterte das Gericht, dass ein faires Einspruchsverfahren frühere Mängel manchmal beheben kann. Beteiligen Sie sich weiterhin; gehen Sie nicht davon aus, dass das Verfahren hinfällig ist. Kinderschutzpflichten bestehen neben dem Anspruch auf Fairness im Arbeitsverhältnis fort.
Fragen, die Sie vielleicht nicht stellen möchten
Bedeutet die Suspendierung, dass man mich für schuldig hält?
Sie ist keine Feststellung von Fehlverhalten. Fragen Sie nach den konkreten risikobezogenen Gründen.
Kann ich meine Partnerin oder meinen Partner mitbringen?
Nicht automatisch. Fragen Sie nach Richtlinie, Erlaubnis oder Anpassungen; gesetzliche Begleitpersonen sind normalerweise Kollegen oder geeignete Gewerkschaftsvertretungen.
Sollte ich mich sofort entschuldigen?
Stellen Sie vor Ihrer Antwort sicher, dass Sie genau verstehen, was Ihnen vorgeworfen wird. Legen Sie dar, was Sie anerkennen und was Sie bestreiten, und lassen Sie sich nicht zu einem Eingeständnis drängen, das nicht Ihrer tatsächlichen Position entspricht.
Englisch ist nicht meine Muttersprache. Darf ich um Hilfe bitten?
Ja. Bitten Sie um klar formulierte schriftliche Vorwürfe und besprechen Sie Dolmetschhilfe oder zusätzliche Vorbereitungszeit. Das sind praktische Bitten, kein automatisches Recht auf Ihren Wunschdolmetscher bei jedem Gespräch.
Was kann ich heute Abend tun?
Bewahren Sie die E-Mails der Schule zusammen auf und notieren Sie mögliche Fristen. Caira kann Ihnen helfen, das Schreiben durchzugehen und Fragen für Ihr nächstes Gespräch vorzubereiten. Sie können Caira kostenlos ausprobieren, danach kostet es 15 £ im Monat.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt keine Rechts-, Finanz-, Medizin- oder Steuerberatung dar.
