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Warum Webentwickler bessere Verträge brauchen
In der Webentwicklung gibt es oft eine Kluft der Erwartungen.
Sie liefern perfekten Code. Der Kunde öffnet ihn auf einem alten iPhone 6 und schreit: „Es ist kaputt!“
Sie bauen das gewünschte CMS. Sechs Monate später fordert der Kunde kostenlose Hilfe bei einem Drittanbieter-Plugin.
Entwicklung folgt Logik. Kunden folgen Emotionen.
Der Vertrag ist die einzige Brücke.
Ohne ihn leisten Sie lebenslang Gratis-Support.
Hier sind die rechtlichen Fehler, die Sie in Ihren AGB beheben müssen.
1. Das Schwarze Loch der Browser-Kompatibilität
Das Szenario: Sie bauen eine schicke React-App. Sie läuft super auf Chrome und Safari.
Der Kunde öffnet sie im IE11.
Das Layout bricht. Er zahlt nicht.
Die rechtliche Realität:
Immer kompatibel zu sein ist unmöglich. Ohne Details meint das Gericht oft den Standard alter Büro-Software.
Die Lösung:
Eine Klausel für unterstützte Browser.
Seien Sie präzise. „Die Website ist für die letzten zwei Versionen von Chrome, Safari, Firefox und Edge optimiert. Ältere Browser sind ausgeschlossen.“
2. Die Abnahme (Der Start-Trigger)
Das Szenario: Sie senden den fertigen Link. „Sagen Sie mir, was Sie denken.“
Drei Wochen lang Stille.
Dann: „Können wir die Schrift ändern?“
Zwei Wochen Stille.
Dann: „Können wir das Logo verschieben?“
Sie arbeiten seit drei Monaten unbezahlt über der Deadline.

Die rechtliche Realität:
Ohne feste Frist bleibt das Projekt unendlich offen. Es ist nie fertig.
Die Lösung:
Eine Klausel zur fiktiven Abnahme.
„Der Kunde hat 7 Tage für Tests. Ohne gemeldeten kritischen Fehler gilt die Software danach als abgenommen. Die Zahlung wird fällig.“
Das zwingt Kunden zur schnellen Prüfung.
2. Die Abnahme (Der Start-Trigger)
Das Szenario: Sie senden den fertigen Link. „Sagen Sie mir, was Sie denken.“
Drei Wochen lang Stille.
Dann: „Können wir die Schrift ändern?“
Zwei Wochen Stille.
Dann: „Können wir das Logo verschieben?“
Sie arbeiten seit drei Monaten unbezahlt über der Deadline.

Die rechtliche Realität:
Ohne feste Frist bleibt das Projekt unendlich offen. Es ist nie fertig.
Die Lösung:
Eine Klausel zur fiktiven Abnahme.
„Der Kunde hat 7 Tage für Tests. Ohne gemeldeten kritischen Fehler gilt die Software danach als abgenommen. Die Zahlung wird fällig.“
Das zwingt Kunden zur schnellen Prüfung.
3. Scope Creep („Nur eine kleine Änderung“)
Das Szenario: Sie planen 5 Seiten. Der Kunde liefert Text für 12 Seiten. „Ich habe die Über-uns-Seite nur aufgeteilt, kein Ding, oder?“
Es ist ein großes Ding: Menüs, Struktur, Zeitaufwand.
Die Lösung:
Verkaufen Sie keinen Pauschalpreis.
Verkaufen Sie einen festen Leistungsumfang.
Klare Leistung: „5 statische Seiten, 1 Kontaktformular.“
Klausel für Änderungen: „Anfragen außerhalb des Umfangs kosten [X] € pro Stunde. Die Arbeit pausiert bis zur Freigabe.“
4. Wem gehört der Code? (IP-Rechte)
Das Szenario: Sie nutzen Ihr eigenes Basis-Template. Der Kunde will alle Urheberrechte exklusiv übertragen bekommen.
Wenn Sie alles übertragen, dürfen Sie Ihre eigenen Tools nie wieder nutzen. Sie verkaufen das Werkzeug, nicht nur das Haus.
Die Lösung:
Trennen Sie zwischen individuellem Code und Basis-Code.
„Der Entwickler überträgt das Urheberrecht am Design erst nach vollständiger Zahlung.“
„Der Entwickler behält die Rechte an Bibliotheken und gewährt dem Kunden ein einfaches, ewiges Nutzungsrecht.“
5. Lebenslange Fehlerbehebung
Das Szenario: Launch geschafft. Nach zwei Jahren bricht das CMS nach einem Update. Kunde: „Sie haben es gebaut, reparieren Sie es gratis.“
Die Lösung:
Eine klare Gewährleistungsfrist.
„Wir beheben Fehler bis 30 Tage nach Launch. Spätere Fehler oder solche durch Updates von Dritten sind kostenpflichtiger Support.“
Verträge sind Code-Dokumentation für Ihr Business
Sie kommentieren Ihren Code. Kommentieren Sie auch Ihre Geschäftsbeziehung.
Lesen Sie dazu unseren Guide über Fallen bei IP-Lizenzen.
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So liefern Sie pünktlich und werden bezahlt.
Hinweis: Dieser Artikel dient nur zur Information und ist keine Rechtsberatung.
