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Der „Backdoor Hire“: Ein Leitfaden für Recruiter, um bezahlt zu werden
Sie haben den perfekten Kandidaten gefunden. Sie haben ihn interviewt, vorbereitet und seinen Lebenslauf an den Kunden geschickt.
Der Kunde wurde still. „Wir haben die Stelle auf Eis gelegt“, sagte er.
Drei Monate später prüfen Sie LinkedIn. Da ist der Kandidat, der für den Kunden arbeitet.
Sie schicken eine Rechnung. Der Kunde weigert sich zu zahlen. „Wir haben ihn später selbst auf LinkedIn gefunden.“
Das ist der „Backdoor Hire“. Er ist der Fluch der Personalvermittlungsbranche. Jedes Jahr gehen Millionen Pfund an Gebühren verloren, weil Agenturen sich auf einen Anruf statt auf einen Vertrag verlassen.
So schließen Sie die Hintertür und schützen Ihre Vermittlungsgebühr.
1. Das Problem der „effektiven Ursache“
Das Szenario: Sie senden einen Lebenslauf. Der Kunde sagt „Oh, diesen Lebenslauf haben wir schon seit einem Jahr in unseren Unterlagen.“ Er stellt den Kandidaten ein. Sie fordern die Gebühr.
Die rechtliche Realität:
Nach britischem Recht (dem Grundsatz der Effective Cause) reicht es nicht immer aus, einfach der Erste zu sein, der einen Lebenslauf sendet. Sie müssen nachweisen, dass Ihre Vorstellung die effektive Ursache der Einstellung war. Wenn der Kunde den Lebenslauf hatte, aber nichts damit unternahm, und Sie das Vorstellungsgespräch organisiert haben, das zur Einstellung führte, könnten Sie gewinnen. Aber es ist ein zäher Streit.
Die Lösung:
Ihre Geschäftsbedingungen müssen „Effective Cause“ außer Kraft setzen.
Die Klausel „Deemed Introduction“: „Eine Vorstellung gilt als erfolgt, wenn die Agentur dem Kunden irgendeine Information über einen Kandidaten zur Verfügung stellt.“*
Die Klausel „expiry“: „Wenn der Kunde innerhalb von [6/12] Monaten nach der Vorstellung einen von der Agentur vorgestellten Kandidaten einstellt, ist die volle Gebühr fällig, unabhängig von der effektiven Ursache.“*
Damit sind sie vertraglich zur Zahlung verpflichtet, selbst wenn sie behaupten, sie hätten ihn später auf LinkedIn gesehen.“
2. Einstellung für eine „andere Rolle“
Das Szenario: Sie stellen Sarah für eine Stelle als „Sales Manager“ vor (50.000 £). Der Kunde lehnt sie ab. Zwei Monate später stellt er sie als „Sales Admin“ (25.000 £) ein. Er sagt: „Es ist ein anderer Job, also fällt keine Gebühr an.“
Die Lösung:
Ihre Definition von „Engagement“ muss weit gefasst sein.

„Engagement bedeutet die Beschäftigung oder Nutzung des Kandidaten in jeglicher Funktion, ob befristet, unbefristet oder selbstständig.“*
Wenn sie sie einstellen, um Tee zu kochen, schulden sie Ihnen die Gebühr.
3. Die Vermittlung an einen „Dritten“
Das Szenario: Sie senden einen Lebenslauf an Kunde A. Kunde A stellt die Person nicht ein, gibt den Lebenslauf aber an seinen Freund bei Kunde B weiter. Kunde B stellt den Kandidaten ein. Keiner zahlt Ihnen.
Die rechtliche Realität:
Sie haben keinen Vertrag mit Kunde B. Aber Sie haben einen Vertrag mit Kunde A.
Die Lösung:
Eine Klausel zur Weitergabe an Dritte.
„Wenn der Kunde die Daten eines Kandidaten an einen Dritten weitergibt, was zu einem Engagement führt, ist der Kunde verpflichtet, die Intro Fee zu zahlen, als hätte er den Kandidaten selbst eingestellt.“
So verhindern Sie, dass Kunden als kostenlose Lebenslauf-Verteiler auftreten.
4. Die Rückforderung der Rückvergütung
Das Szenario: Sie besetzen eine Stelle mit einem Kandidaten. Sie erhalten 5.000 £. Drei Wochen später kündigt der Kandidat (oder wird entlassen). Der Kunde verlangt eine 100%ige Rückerstattung.
Die rechtliche Realität:
Rechtlich haben Sie die Gebühr verdient, sobald der Kandidat angefangen hat, sofern Ihr Vertrag nichts anderes sagt. Kommerziell erwarten Kunden jedoch eine Rückvergütungsfrist.
Die Lösung:
Koppeln Sie die Rückvergütung an die Zahlung.
„Rückvergütungs-/Erstattungszusagen sind nur gültig, wenn die ursprüngliche Rechnung innerhalb von [14/30] Tagen bezahlt wurde.“
Das ist Ihr goldener Hebel, um pünktlich bezahlt zu werden. Wenn sie zu spät zahlen, verlieren sie ihre Versicherung. Die meisten Agenturen vergessen, dies durchzusetzen.
5. Vorschriften (die Conduct Regs)
Das Szenario: Sie berechnen einem Kandidaten 50 £, um „seinen Lebenslauf umzuschreiben“, und nehmen ihn in Ihre Datenbank auf.
Die rechtliche Realität:
Illegal. Nach den Conduct of Employment Agencies and Employment Businesses Regulations 2003 dürfen Sie Arbeitssuchenden keine Gebühr für die Vermittlung einer Arbeit berechnen.
Ihre Verträge mit Kunden UND Kandidaten müssen diesen Vorschriften entsprechen (z. B. durch Opt-out aus den Vorschriften für IT-Freelancer/Mitarbeiter von Kapitalgesellschaften).
Warum Vertragsprüfung Ihr Headhunter ist
Recruiting ist schnelllebig. Oft senden Sie die Bedingungen als Anhang zu einer E-Mail.
Weitere Hinweise finden Sie in unserem Leitfaden, dass Ihr Master Services Agreement den Unterschied zwischen bezahlt werden und sich verbrennen ausmacht.
Die KI-Vertragsprüfung stellt sicher, dass Ihre Bedingungen tatsächlich ihren Weg in den „Vertrag“ finden (battle of the forms). Sie prüft Ihre Rückvergütungsklauseln, Ihre Definition von „Introduction“ und Ihre Haftung gegenüber Dritten. Sie stellt sicher, dass Sie, wenn Sie das Talent finden, auch den Schatz erhalten.
Disclaimer: Die Informationen in diesem Artikel dienen nur der allgemeinen Orientierung und sind nicht als professionelle rechtliche, finanzielle, steuerliche oder medizinische Beratung gedacht.
