Kurz gesagt: Ein Auktions-Informationspaket ist die Sammlung von Dokumenten, die ein Verkäufer zu einer bei einer Auktion verkauften Immobilie bereitstellt. Zu verstehen, was jedes Dokument aussagt -- und was nicht -- ist entscheidend, denn sobald der Hammer fällt, sind Sie gebunden.
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Warum es das rechtliche Paket gibt
Bei einem Verkauf im normalen Privatvertragsverfahren stellt Ihr Anwalt Nachfragen und fordert über mehrere Wochen Auskünfte an. Bei einer Auktion bleibt dafür keine Zeit. Das rechtliche Paket ist die Art des Verkäufers zu sagen: "Hier ist alles, was wir weitergeben. Prüfen Sie selbst."
1. Grundbuchauszug und Lageplan
Amtliche Unterlagen des HM Land Registry, die zeigen, wem die Immobilie gehört, um welche Eigentumsart es sich handelt und welche Belastungen, Dienstbarkeiten oder Rechte sie betreffen. Der Lageplan zeigt die Grenzen der Immobilie auf einer Karte.
2. Besondere Verkaufsbedingungen
Das ist wohl das wichtigste Dokument im Paket. Es legt besondere Bedingungen für diesen Verkauf fest, die den allgemeinen Auktionsbedingungen vorgehen. Übliche Regelungen sind:
Die Frist bis zum Abschluss (oft 20 Arbeitstage)
Ein Käuferaufschlag oder Gebühren des Auktionators
Beteiligungen an den Kosten des Verkäufers
Umsatzsteuerstatus (entscheidend bei Gewerbeimmobilien)
Verkäufer und ihre Anwälte entwerfen diese Bedingungen zum Schutz des Verkäufers, nicht des Käufers. Lesen Sie jede Klausel.
3. Immobilieninformationsformulare (TA6 und TA10)
Die TA6 umfasst Grenzstreitigkeiten, Baugenehmigungen, Garantien und Umweltfragen. Die TA10 listet auf, welche Einbauten und Ausstattungen enthalten sind. Nicht alle Verkäufer füllen diese vollständig aus, insbesondere bei Zwangsversteigerungen oder Nachlassverkäufen, wenn der Verkäufer nur begrenzte Kenntnisse hat.
4. Auskunft der örtlichen Behörde
Sie zeigt Informationen der örtlichen Gemeinde oder Stadtverwaltung: Bauanträge, Bescheinigungen über die Fertigstellung der Bauaufsicht, Baumschutzverordnungen, Schutzgebiete und nahe Straßenbauvorhaben. Ein fehlendes Baugenehmigungs-/Baukontrollzertifikat für einen Anbau bedeutet, dass die örtliche Behörde die Arbeiten nie abgenommen hat. Das sollten Sie vor dem Bieten wissen.
5. Umwelt- und Entwässerungsprüfungen
Umweltprüfungen weisen auf belastete Böden, Hochwasserrisikozonen und Probleme mit der Bodenstabilität hin. Entwässerungsprüfungen bestätigen den Anschluss an die öffentliche Wasser- und Abwasserleitung. Ist eine Immobilie nicht an die öffentliche Entwässerung angeschlossen, kann sie über eine Klärgrube oder eine Grube verfügen, was eigene Wartungspflichten mit sich bringt.
6. Der Mietvertrag (bei Erbpacht-/Leasehold-Immobilien)
Wenn die Immobilie als Leasehold gehalten wird, sollte das Paket den Mietvertrag enthalten. Wichtige Punkte:
Restlaufzeit: Unter 80 Jahren bedeutet hohe Kosten für eine Verlängerung
Erbbauzins: Steigt er an? Verdoppelnde Erbbauzinsen können Immobilien nicht finanzierbar machen
Servicegebühren: Wofür zahlen Sie, und wie viel?
Beschränkungen: Dürfen Sie untervermieten? Haustiere halten? Die Immobilie umbauen?
Was fehlen könnte
Nicht alle rechtlichen Pakete sind vollständig. Ein spärliches rechtliches Paket ist nicht zwingend ein Grund, abzusehen, aber es ist ein Grund, besonders vorsichtig zu sein. Je weniger Informationen verfügbar sind, desto mehr Risiko tragen Sie.
FAQ
Wie früh kann ich das rechtliche Paket bekommen?
Die meisten Auktionatoren stellen rechtliche Pakete auf ihrer Website zum Download bereit, oft mehrere Wochen vor der Auktion. Laden Sie es so früh wie möglich herunter, damit Sie genügend Zeit für die Prüfung haben.
Wie viel kostet eine professionelle Prüfung?
Eine Prüfung durch einen Anwalt kostet je nach Komplexität in der Regel zwischen 200 und 500 Pfund. KI-gestützte Prüftools können eine schnellere erste Einschätzung liefern, ersetzen jedoch keine vollständige rechtliche Prüfung.
Hinweis: Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung.
