Der Immobilienkauf (Conveyancing) klingt kompliziert. Die Phasen sind jedoch vorhersehbar.
Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.

Sie lernen:

  • Was Conveyancing eigentlich bedeutet

  • Die Phasen vom Angebot bis zur Schlüsselübergabe

  • Wer was tut: Käufer, Verkäufer, Bank und Anwalt

  • Wie Sie Fehler und Verzögerungen vermeiden

Nutzen Sie diesen Leitfaden als praktische Orientierung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Conveyancing?

  2. Phase 1: Angebot akzeptiert und Beauftragung

  3. Phase 2: Prüfungen, Anfragen und Kreditangebot

  4. Phase 3: Austausch der Verträge

  5. Phase 4: Abschluss und Nachbetreuung

  6. Checkliste für Käufer


1. Was ist Conveyancing?

Conveyancing ist die rechtliche Übertragung des Eigentums an einer Immobilie.

Bei einem Kauf gibt es meist:

  • Den Anwalt des Käufers – vertritt Sie und die Bank

  • Den Anwalt des Verkäufers – vertritt den Verkäufer

  • Einen Kreditgeber – stellt die Finanzierung bereit

Das Ziel ist ein sicherer Eigentumsübertrag, der Schutz der Bank und die Einhaltung aller Gesetze.

Häufiger Fehler:
Sich blind auf den Anwalt verlassen. Sie müssen Berichte lesen und Fragen stellen.


2. Phase 1: Angebot akzeptiert

Nach Annahme Ihres Angebots:

  • Der Makler sendet das "Memorandum of Sale" an beide Seiten.

  • Sie beauftragen Ihren Anwalt.

Ihr Anwalt wird:

  • Ihnen die Mandatsunterlagen und Fragen zusenden

  • Ihre Identität prüfen und Eigentumsverhältnisse klären

  • Den Vertragsentwurf beim Verkäufer anfordern

Sie sollten:

  • Dokumente und ID-Nachweise sofort zurücksenden

  • Die Herkunft der Eigenmittel lückenlos nachweisen

Fehler beim Erstkauf:
Trödeln bei Papieren verzögert alles. Klären Sie Schenkungen oder Eigenkapital extrem frühzeitig.


3. Phase 2: Prüfungen und Kredit

Ihr Anwalt untersucht die Immobilie und das Grundbuch gründlich.

Typische Schritte:

  • Grundbuch prüfen – Eigentum, Rechte Dritter, Lasten

  • Behördenabfragen – Erschließung, Umwelt, Altlasten

  • Mängelrügen – Fragen zu Schäden an den Verkäufer

Parallel dazu sollten Sie:

  • Ein Gutachten beauftragen (sehr empfohlen)

  • Ihre Finanzierung finalisieren

Ihr Anwalt rät erst zum Kauf, wenn alle Abfragen und das Kreditangebot fehlerfrei vorliegen.

Typische Probleme in dieser Phase:

  • Kurze Restlaufzeiten bei Erbbaurecht (erschwert Wiederverkauf)

  • Umbauten ohne Baugenehmigung (Risiko von Rückbau oder Strafen)

  • Geplante Bauprojekte in der Nähe (Wertverlust droht)

  • Hochwasserrisiko oder Altlasten (schränkt Versicherung ein)

Wichtiger Tipp:
Fragen Sie nach, wenn Sie Details nicht verstehen. Es gibt keine dummen Fragen beim Hauskauf.


4. Phase 3: Austausch der Verträge

Sobald alle Details und der Übergabetermin stehen:

  • Beide Parteien unterschreiben identische Verträge

  • Sie überweisen die Anzahlung an Ihren Anwalt

  • Die Anwälte tauschen die Verträge offiziell aus

Nach dem Austausch:

  • Der Kauf ist rechtlich absolut bindend

  • Ein Rücktritt führt nun zu schweren Finanzstrafen

Ihr Anwalt fordert nun das restliche Geld bei Ihrer Bank an.

Häufiger Fehler:
Umzugswagen oder Kündigung der Mietwohnung vor dem Vertragsaustausch buchen.


5. Phase 4: Übergabe und Abschluss

Am Tag der Fertigstellung:

  • Die Bank zahlt das Darlehen an Ihren Anwalt aus

  • Ihr Anwalt überweist die Summe an den Verkäufer

  • Nach Geldeingang erhalten Sie die Schlüssel vom Makler

Danach erledigt Ihr Anwalt:

  • Zahlung der Grunderwerbsteuer und Steuererklärung

  • Eintragung von Ihnen als Eigentümer im Grundbuch

  • Zusendung aller wichtigen Grundbuchdokumente

Fehler beim Erstkauf:
Strom, Gas und Versicherungen nicht rechtzeitig umgemeldet zu haben. Planen Sie das vorab.

Blinder Fleck:
Mängel nach Einzug (Müll, fehlende Einbauten) sind schwer lösbar. Melden Sie diese sofort.


6. Checkliste für Käufer

So behalten Sie die Kontrolle:

  • Zeitplan: Fragen Sie Ihren Anwalt nach festen Meilensteinen.

  • Finanzen: Prüfen Sie Nebenkosten, Gebühren und Umzugskosten.

  • Ablage: Speichern Sie Verträge und E-Mails an einem sicheren Ort.

  • Nachfragen: Haken Sie aktiv nach, wenn Sie länger nichts hören.

Wichtig bei Erbbaurecht:
Prüfen Sie Erbbauzins und anstehende Sanierungen genau. Hier drohen versteckte Kosten.

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Sehen Sie auch unseren Ratgeber: the conveyancing process in 2026: what actually happens step by step.

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