Kurz gesagt: Der Renters Rights Act ist die bedeutendste Änderung für private Mietverhältnisse in England seit über 30 Jahren. Er schafft „No-Fault“-Räumungen nach Section 21 ab, beendet Mietverhältnisse mit fester Laufzeit und führt neue Regeln für Mieterhöhungen ein. Die meisten Bestimmungen werden ab Mitte 2026 erwartet.
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Die große Änderung: Keine Section 21 mehr
Derzeit können Vermieter ein Assured Shorthold Tenancy durch Zustellung einer Section-21-Mitteilung beenden, ohne einen Grund anzugeben. Nach dem neuen Gesetz wird Section 21 abgeschafft. Vermieter können nur noch über Section 8 räumen, wofür bestimmte Gründe erforderlich sind:
Mietrückstände (in der Regel zwei Monate oder mehr)
Antisoziales Verhalten
Der Vermieter möchte verkaufen
Der Vermieter oder ein nahes Familienmitglied möchte einziehen
1. Keine Mietverhältnisse mit fester Laufzeit mehr
Assured Shorthold Tenancies werden durch periodische Mietverhältnisse ersetzt, die monatlich fortlaufen. Es wird kein festes Enddatum geben. Mieter können jederzeit mit einer Frist von zwei Monaten kündigen, ohne eine Ausstiegsklausel zu benötigen. Bestehende Mietverhältnisse mit fester Laufzeit werden automatisch umgestellt, sobald die Bestimmungen in Kraft treten.
2. Mieterhöhungen
Vermieter können die Miete nur einmal pro Jahr erhöhen, und zwar über das Verfahren der Section-13-Mitteilung mit einer schriftlichen Frist von mindestens zwei Monaten. Mieter können eine Erhöhung beim First-tier Tribunal anfechten, wenn sie der Ansicht sind, dass sie über dem Marktpreis liegt.
Mietanpassungsklauseln in Mietverträgen sind für die Festlegung von Erhöhungen künftig nicht mehr wirksam. Es gilt nur noch das Section-13-Verfahren. Das ist eine erhebliche Änderung für Mieter, die derzeit strengen vertraglichen Mietanpassungsklauseln unterliegen.
3. Haustiere

Mieter haben das Recht, die Erlaubnis zur Haltung eines Haustiers zu beantragen, und Vermieter dürfen nicht unvernünftig ablehnen. Vermieter können jedoch eine Tierhaftpflichtversicherung verlangen. Was als „angemessen“ gilt, hängt von den Umständen ab: Eine Katze in einem Haus mit Garten abzulehnen, wäre schwerer zu rechtfertigen als die Ablehnung eines großen Hundes in einer kleinen Einzimmerwohnung.
4. Bietergefechte und Mietvorauszahlungen
Das Gesetz verbietet Vermietern und Maklern, Angebote über der beworbenen Miete anzunehmen. Es begrenzt außerdem die Miete, die im Voraus verlangt werden kann. Vermieter werden in der Regel nicht mehr als eine Monatsmiete im Voraus verlangen können.
Wann treten diese Änderungen in Kraft?
Das Gesetz erhielt Ende 2025 die Royal Assent. Die meisten Bestimmungen werden voraussichtlich ab etwa Mai 2026 in Kraft treten, die genauen Termine für einzelne Bestimmungen können jedoch variieren. Prüfen Sie GOV.UK für den aktuellen Umsetzungszeitplan.
FAQ
Gilt das auch für Schottland und Wales?
Nein. Der Renters Rights Act gilt nur für England. Schottland hat sein eigenes Mietrechtssystem (Private Residential Tenancy), und Wales hat den Renting Homes (Wales) Act 2016.
Kann mein Vermieter mich räumen, um die Immobilie zu verkaufen?
Ja, aber er muss den speziellen Section-8-Grund für einen Verkauf nutzen. Er muss Ihnen mindestens zwei Monate Frist geben, und wenn die Immobilie nicht tatsächlich auf den Markt gebracht wird, haben Sie möglicherweise Rechtsmittel.
Weitere Hinweise finden Sie in unserem Leitfaden zu Checkliste für Vermieter: Was passiert am 1. Mai 2026 (Renters’ Rights Act).
Zu einem weiteren Thema rund um Mieterrechte lesen Sie unseren Leitfaden zu ungültigen Section-8-Räumungsmitteilungen und Verteidigungsmöglichkeiten für Mieter.
Hinweis: Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und stellt keine finanzielle, steuerliche oder rechtliche Beratung dar.
