Kurz gesagt: Der Employment Rights Act 2025 erhielt im Dezember 2025 die königliche Zustimmung. Zu seinen wichtigsten Bestimmungen gehören neue Rechte für Beschäftigte mit Nullstunden- und Niedrigstundenverträgen, einschließlich des Rechts auf garantierte Stunden auf Grundlage der tatsächlichen Arbeitsmuster.
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Das Problem
Ein Nullstundenvertrag garantiert keine Mindestanzahl an Arbeitsstunden. Nach Angaben des Office for National Statistics standen Ende 2024 rund 1,1 Millionen Menschen im Vereinigten Königreich in ihrem Hauptjob in einem Nullstundenvertrag. Für manche bieten sie Flexibilität, werden aber dafür kritisiert, Einkommensunsicherheit zu schaffen und Arbeitgebern unverhältnismäßig viel Kontrolle zu geben.
1. Recht auf garantierte Stunden
Das Gesetz führt für anspruchsberechtigte Beschäftigte das Recht ein, einen Vertrag angeboten zu bekommen, der die Stunden widerspiegelt, die sie regelmäßig arbeiten. Nach einem Referenzzeitraum (voraussichtlich 12 Wochen, vorbehaltlich sekundärer Gesetzgebung) muss der Arbeitgeber, wenn eine Person dauerhaft mehr Stunden arbeitet als die vertragliche Mindeststundenzahl, einen Vertrag anbieten, der diese tatsächlichen Stunden abbildet.
Dies verbietet Nullstundenverträge nicht vollständig. Beschäftigte, die flexible Regelungen tatsächlich bevorzugen, können dabei bleiben. Arbeitgeber können Beschäftigte jedoch nicht mehr auf Nullstundenverträgen halten, wenn das Arbeitsmuster faktisch regelmäßig ist.
2. Angemessene Ankündigung von Schichten
Arbeitgeber werden verpflichtet sein, Schichtpläne und Änderungen mit angemessener Frist anzukündigen. Die genaue Frist wird in sekundärer Gesetzgebung festgelegt, Ziel ist jedoch, kurzfristige Planänderungen zu verhindern, die die Kinderbetreuung, Reisen oder Zweitjobs der Beschäftigten beeinträchtigen.
3. Entschädigung bei kurzfristiger Absage

Wenn ein Arbeitgeber eine Schicht kurzfristig absagt, hat die beschäftigte Person Anspruch auf Entschädigung. Die Einzelheiten werden noch in Verordnungen festgelegt, aber das Prinzip ist klar: Beschäftigte sollen nicht die volle finanzielle Last kurzfristiger Absagen durch Arbeitgeber tragen.
Wann treten diese Änderungen in Kraft?
Das Gesetz erhielt im Dezember 2025 die königliche Zustimmung, die meisten Bestimmungen treten jedoch erst durch Inkrafttretensverordnungen und sekundäre Gesetzgebung in Kraft. Die Regierung hat signalisiert, dass die Regelungen zu Nullstundenverträgen wahrscheinlich 2026 oder Anfang 2027 umgesetzt werden. Die detaillierten Regeln werden derzeit noch im Rahmen von Konsultationen ausgearbeitet.
Was das in der Praxis bedeutet
Wenn Sie einen Nullstundenvertrag haben und regelmäßig gleichbleibende Stunden arbeiten, könnten Sie Anspruch auf einen Vertrag mit garantierten Stunden erhalten, sobald die Verordnungen in Kraft treten
Wenn Sie Arbeitgeber sind und Nullstundenverträge nutzen, wäre es ratsam, Ihre aktuellen Regelungen jetzt zu überprüfen und zu überlegen, wie sich die neuen Anforderungen auf die Personalplanung auswirken
Wenn Sie Freiberufler oder Leiharbeitnehmer sind, ist die Lage differenzierter – einige Bestimmungen können je nach Beschäftigungsstatus anders gelten
FAQ
Werden Nullstundenverträge verboten?
Nein. Das Gesetz verbietet sie nicht. Es gibt Beschäftigten, die regelmäßig feste Stunden arbeiten, das Recht auf einen Vertrag, der diese Stunden widerspiegelt. Beschäftigte, die Nullstundenregelungen bevorzugen, können dabei bleiben.
Was, wenn mein Arbeitgeber sich weigert, garantierte Stunden anzubieten?
Weitere Informationen zu Arbeitsstunden finden Sie in unserem Leitfaden zu Urlaubsvergütung und Vertragsrisiken im Reinigungsgewerbe.
Weitere Informationen zur Arbeitszeit finden Sie in unserem Leitfaden zu der Frage, ob Arbeitgeber unbezahlte Pausen kontrollieren dürfen.
Sobald die einschlägigen Bestimmungen in Kraft sind, haben Beschäftigte das Recht, einen Anspruch geltend zu machen. Die Durchsetzungsmechanismen werden derzeit noch durch sekundäre Gesetzgebung finalisiert. Prüfen Sie GOV.UK auf Aktualisierungen zum Zeitplan der Umsetzung.
Hinweis: Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung.
