Put-Option-Klausel (Vorlage)
Was ist eine Put-Option-Klausel?
Eine Put-Option-Klausel gibt Gesellschaftern – insbesondere Geschäftsführern, Partnern und Minderheitsinvestoren – das Recht, den Rückkauf ihrer Anteile durch das Unternehmen oder andere Gesellschafter zu verlangen.
Dies gilt für bestimmte Ereignisse. Es bietet einen klaren Ausstiegsweg.
Zudem schützt es davor, nach der Gründung in einer Partnerschaft, einem Startup oder einer GmbH festzusitzen.
Wer braucht sie und warum?
Ideal für: Minderheitsgesellschafter, Geschäftsführer und Partner, die einen garantierten Ausstiegsweg aus einem Startup, einer Personengesellschaft oder GmbH suchen.
Hauptrisiko ohne Klausel: Sie könnten gezwungen sein, Gesellschafter zu bleiben. Ohne die Möglichkeit, Ihre Investition zu realisieren.
Das gilt besonders bei zerrütteten Beziehungen.Typisches Problem in UK: Ohne Aufnahme in die Gesellschaftervereinbarung oder Satzung gibt es kein automatisches Recht, einen Buyout zu erzwingen.
Wie es in der Praxis funktioniert
Beispiel:
Sie sind Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter in einem Startup (GmbH).
Treten Sie zurück oder kommt es zum Patt, können Sie die Put-Option nutzen.
Das Unternehmen oder andere Gesellschafter müssen Ihre Anteile zum vereinbarten Wert kaufen.
Ohne diese Klausel sitzen Sie auf illiquiden Anteilen fest.
Häufige Fallen und rechtliche Details

Die Klausel muss in der Gesellschaftervereinbarung oder Satzung stehen. Nur so ist sie für Partnerschaften, Startups oder GmbHs durchsetzbar.
Die Bewertungsformel sollte klar und objektiv sein, um Streitigkeiten zu vermeiden.
Die Finanzierung des Rückkaufs kann schwierig sein. Stellen Sie sicher, dass das Unternehmen oder die Gesellschafter zahlungsfähig sind.
FAQ
1. Garantiert mir eine Put-Option die Auszahlung?
Nur wenn das Unternehmen oder die Gesellschafter die Mittel haben. Nutzen Sie Klauseln für Ratenzahlungen oder Treuhandkonten.
2. Können Geschäftsführer und Partner sie nutzen?
Ja, wenn die Klausel explizit für Geschäftsführer und Partner verfasst ist, nicht nur für normale Gesellschafter.
3. Ist die Klausel im UK-Recht automatisch gültig?
Nein, sie muss zwingend in Ihre Gesellschaftervereinbarung oder Satzung aufgenommen werden.
4. Welche Ereignisse lösen eine Put-Option aus?
Typische Auslöser sind Kündigung, Entlassung, Pattsituationen oder ein festes Datum nach der Gründung.
5. Wie wird der Übernahmepreis festgelegt?
Durch eine klare Formel – wie den Marktwert, eine neutrale Bewertung oder ein Gewinnvielfaches.
Zusammenfassung / Nächste Schritte
Prüfen Sie Gesellschaftervereinbarung und Satzung auf eine Put-Option-Klausel. Dies gilt besonders für Gründer, Partner oder Minderheitseigner.
Falls diese fehlt, verhandeln Sie die Aufnahme, bevor es zu Streitigkeiten kommt.
Nutzen Sie die obige Vorlage als Basis. Passen Sie diese an die Bedürfnisse und Struktur Ihres Unternehmens an.
Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient nur der Information. Er stellt keine Rechts-, Finanz- oder Steuerberatung dar. Ergebnisse können je nach Einzelfall variieren.
