Kurz gesagt: Eine Abfindungsvereinbarung ist ein rechtlich bindender Vertrag zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber, der in der Regel angeboten wird, wenn das Arbeitsverhältnis endet. Die meisten Beschäftigten konzentrieren sich nur auf die Höhe der Zahlung. Die Klauseln zur steuerlichen Behandlung, zu Wettbewerbsverboten und zu Referenzen sind ebenso wichtig.

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Was eine Abfindungsvereinbarung bewirkt

Im Gegenzug für eine Zahlung erklären Sie sich damit einverstanden, auf Ihr Recht zu verzichten, bestimmte arbeitsrechtliche Ansprüche geltend zu machen: ungerechtfertigte Kündigung, Diskriminierung, Vertragsbruch und andere. Die Vereinbarung enthält in der Regel außerdem Vertraulichkeitsverpflichtungen und eine vereinbarte Referenz. Damit die Vereinbarung wirksam ist, müssen Sie eine unabhängige Rechtsberatung durch einen qualifizierten Berater erhalten.

1. Der Umfang der Ansprüche, auf die verzichtet wird

Die meisten Vereinbarungen führen jeden möglichen arbeitsrechtlichen Anspruch auf, den Sie geltend machen könnten. Zu den häufig abgedeckten Ansprüchen gehören:

  • Ungerechtfertigte Kündigung

  • Diskriminierung (Alter, Geschlecht, Rasse, Behinderung)

  • Vertragsbruch (einschließlich Streitigkeiten über Kündigungsfrist und Bonus)

  • Ansprüche nach den Arbeitszeitvorschriften (unbezahlter Urlaub, Ruhepausen)

  • Unrechtmäßige Lohnabzüge

Entscheidend ist, ob diese Liste Ansprüche enthält, von denen Sie vielleicht noch gar nichts wissen. Wenn Sie später feststellen, dass Ihr Arbeitgeber zu geringe Rentenbeiträge gezahlt hat, haben Sie bereits auf die Möglichkeit verzichtet, diesen Anspruch durchzusetzen. Lesen Sie die Liste sorgfältig, nicht nur den Zahlungsbetrag.

2. Steuerliche Behandlung

Die ersten 30.000 Pfund einer echten Beendigungszahlung (nicht jedoch vertragliche Kündigungsvergütung oder Urlaubsabgeltung) sind nach Abschnitt 401 des Income Tax (Earnings and Pensions) Act 2003 in der Regel von der Einkommensteuer befreit.

Wenn die Vereinbarung die Beendigungszahlung jedoch nicht klar von vertraglichen Ansprüchen trennt, kann Ihr Arbeitgeber von der gesamten Summe Steuern einbehalten. Prüfen Sie, ob die Vereinbarung angibt, welche Bestandteile steuerpflichtig sind und welche als freiwillige Beendigungszahlungen behandelt werden.

3. Vertraulichkeit und Herabsetzung

Die meisten Vereinbarungen enthalten gegenseitige Vertraulichkeitsklauseln, die beide Parteien daran hindern, über die Bedingungen zu sprechen. Einige enthalten auch Klauseln zur Unterlassung von abwertenden Äußerungen. Prüfen Sie, ob diese Verpflichtungen tatsächlich gegenseitig sind. Wenn nur Sie an eine Unterlassung abwertender Äußerungen gebunden sind, könnte Ihr ehemaliger Arbeitgeber ohne Folgen negative Kommentare über Sie abgeben.

4. Die vereinbarte Referenz

Eine vereinbarte Referenz ist oft als Anlage enthalten. Eine minimale sachliche Referenz (nur Beschäftigungsdaten und Berufsbezeichnung) kann bei künftigen Arbeitgebern Warnsignale auslösen. Wenn möglich, verhandeln Sie eine aussagekräftigere Referenz aus, die Ihre Rolle, Aufgaben und Leistung in positiven, aber sachlichen Worten bestätigt.

5. Wettbewerbsverbote

Abfindungsvereinbarungen bekräftigen manchmal Wettbewerbsverbote aus Ihrem ursprünglichen Arbeitsvertrag oder verlängern sie. Wenn Ihr Vertrag ein sechsmonatiges Wettbewerbsverbot enthielt, kann die Vereinbarung versuchen, es zu verlängern oder die Frist neu beginnen zu lassen. Prüfen Sie dies mit Ihrem Rechtsberater.

FAQ

Muss ich das erste Angebot annehmen?

Nein. Abfindungsvereinbarungen sind verhandelbar. Ihr Arbeitgeber hat ein Angebot gemacht, weil er Rechtssicherheit möchte und ein Gerichtsverfahren vermeiden will. Sie haben das Recht, die Bedingungen zu verhandeln, einschließlich der Zahlungshöhe, des Wortlauts der Referenz und der Wettbewerbsverbote.

Wer bezahlt meine Rechtsberatung?

Ihr Arbeitgeber übernimmt in der Regel einen Beitrag zu den Kosten, typischerweise 350 bis 500 Pfund zuzüglich MwSt. Damit werden die Kosten für einen Rechtsanwalt gedeckt, der die Vereinbarung prüft und Sie zu ihren Bedingungen berät. Dies ist eine rechtliche Voraussetzung dafür, dass die Vereinbarung wirksam ist, und kein optionaler Zusatz.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und stellt keine finanzielle, steuerliche oder rechtliche Beratung dar.

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